Wer ist eigentlich Amanda Palmer?

English (original) version at the bottom

Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich noch keine Ahnung. Dann klickte ich auf den ‚Gefällt mir‘-Schalter von Neil Gaiman auf Facebook, um kurz darauf von einem Link zum fantastischen Lied „Dear Daily Mail“ überrascht zu werden. Damit hatte sie mich in der Tasche, diese Amanda Palmer. Normalerweise interessiere ich mich nicht besonders für das Leben von Leuten, die ich nicht kenne, auch dann nicht, wenn sie berühmt sind (sorry, Klatschblätter, bei mir gibt es keine Kohle abzugreifen). Wie zur Hölle ist dann das autobiographische The Art of Asking, erschienen letztes Jahr bei Hachette, bei mir gelandet?

18e58ca22578131a84429f14044fce27Ein Großteil der Antwort darauf liegt tatsächlich im Buch. Amanda Palmer, die kennt soziale Medien, und hat keine Angst davor, sie zu benutzen. Ihr Erfolg ist eigentlich leicht erklärt: das Engagement ist authentisch, keine Marketing Strategie; eine Community wächst nicht über Nacht und braucht stete Pflege. Das ist auch schon das ganze Geheimnis, warum soziale Vorhaben, wie das sagenumwobene Crowdfunding für manche Künstler prima funktioniert, für andere trotz etabliertem (Marken-)Namen, irgendwie gar nicht – und warum ich mich plötzlich für diese mir bisher unbekannte Künstlerin interessiere.

Was habe ich sonst noch so über Amanda Palmer gelernt? Naja, alles was sie teilen wollte, was eine Menge ist. Das Gute, Schlechte, Hässliche, Schöne, das Lustige wie das Traurige. Sie ist furchtlos, sowohl bei der Erkundung fremder Wohnungen als auch der eigenen inneren Befindlichkeit. Sie traut den Menschen und findet wunderbare Worte, gerne auch Schimpf-, für die Wichtigkeit der Empathie. Dabei bekommen wir einen kleinen Einblick in die Bostoner Kunstwelt, unter anderem Insider-Informationen aus dem faszinierenden Cloud Club, das Leben im Hause Palmer/Gaiman und was sich hinter der Maske des Straßenkünstlers abspielen könnte, an dem wir auf dem Weg zur Arbeit vorbeihasten. Und natürlich können wir gar nicht anders, als uns zu fragen: Was traue ich mich nicht zu fragen?

Nach einer Empfehlung von Amanda Palmer für einen aufstrebenden Blog über das Lesen, Pendeln, Wundern, zum Beispiel. Währenddessen fragt sie nach Unterstützung für ihre Kunst über Patreon.

Who’s Amanda Palmer anyway?

In the not so long ago I didn’t have a clue. Then I hit the Like-button on Neil Gaiman’s Facebook feed to soon be treated to a link to the epic “Dear Daily Mail” song, with which she had me hooked right there and then, this Amanda Palmer. I’m usually not much interested in the lives of strangers, even if they are famous (sorry, yellow press, no money coming in from this end), so how in hell did I end up with the autobiographic The Art of Asking, published last year by Hachette?

A lot of the answer to that question lies in the book, actually. Amanda Palmer, she knows social media and isn’t afraid to use them. Her success is explained easily enough: the involvement is genuine, not a marketing strategy; a community isn’t built over night and needs constant care. That is the whole secret as to why social undertakings such as crowdfunding work perfectly for some, and not so well for others, even though they may have an established b(r)and name – and why I am suddenly interested in this artist hitherto unbeknown to me.

What else did I learn about Amanda Palmer? Well, whatever she wanted to disclose, which is a lot. The good, the bad, the ugly, the beautiful, the happy, the sad. She’s dauntless in exploring strangers’ homes as well as her own inner workings. She trusts people and finds wonderful words, some swears, on the importance of empathy. Along the way, we get a glimpse of the Boston art world, including an inside view of the fascinating Cloud Club, life at the Palmers/Gaimans and what could be going on behind the mask of the street performer we hurry past on our way to work. And inevitably we find ourselves asking: What is it that I am afraid to ask?

A plug for a budding blog on commuting, reading and wondering (which sounds a lot better in German!) from Amanda Palmer, for example. Meanwhile, she asks for support for her art on Patreon.

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