Wenn die Mama voll peinlich ist

Manchmal fahre ich fremd. Also mit anderen Zügen durch die Welt. Letztens also im ICE, auf dem Weg von Braunschweig nach München.

headphones-42543_640Setze mich in ein Abteil, in dem eine Mutter mit drei Kindern sitzt, die älteste so 15-16, der jüngste vielleicht zehn. Alle vier haben ein Tablet vor der Nase und Kopfhörer auf. Super, hier kann ich ungestört arbeiten. Die Kinder unterhalten sich ab und zu leise, besprechen, dass sie gleich zusammen Minecraft spielen wollen. Der Junge packt ein Comic in englischer Sprache aus und fängt an zu lesen. Ja, mit dem Abteil habe ich eine gute Wahl getroffen.

Dann packt die Mama ein paar Äpfel aus und bietet die den Kindern an. Und zwar ohne die Kopfhörer runterzunehmen und den Ton auszustellen, also total laut. Die Kinder kucken sich schon belustigt an, ich muss auch ein bisschen lächeln. Dann erzählt die Mama, dass sie auch noch Brötchen auspacken kann. Die Kinder schütteln die Köpfe und schauen langsam ein bisschen betreten. „Ihr habt ja recht, wir sind eh bald bei der Oma“, schreit sie und jetzt wird es den Kindern zu viel. „Mensch, Mama, Du bist total peinlich“, sagt der Sohnemann und zieht ihr die Kopfhörer von den Ohren.

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Tolkien-Kompendium mit nur einem Schönheitsfehler

English (original) version below

Lee_A Companion to JRR Tolkien_v1.inddDer Companion to J.R.R. Tolkien, herausgegeben von Stuart D. Lee, ist im Mai letzen Jahres bei Wiley in der Reihe ‘Blackwell Companions to Literature and Culture’ erschienen. Er bietet eine Sammlung von Einführungsartikeln zu einschlägigen Themen in der Tolkienforschung und bringt dabei das Who-is-who der Sekundärliteraturautoren zusammen. Dabei gelingt es hervorragend, den Forschungsneuling, oder gar den alten Hasen mit Interesse an einem neuen Bereich, mit dem jeweiligen Thema kurz vertraut zu machen und mit der Bereitstellung von Quellen und weiterführender Literatur für die nächsten Schritte zu wappnen. Das Buch muss in jeder Universitätsbibliothek vorhanden sein.

Es gibt nur einen Artikel, der signifikant vom hohen Qualitätsstandard, der durch die anderen gesetzt wurde, abweicht, und das ist der über Kunst. Tolkiens eigene Kunst wird kurz erwähnt, was so auch in Ordnung ist, aber dann begnügt sich Christopher Tuthill damit, spezifische Bilder einer kleinen Auswahl von Künstlern, die auch noch alle in ähnlichem Stil malen, zu vergleichen. Ferner bleibt der Vergleich Beschreibung (von Bildern, die im Artikel abgedruckt werden), nicht Analyse. Nur einer der ausgewählten Künstler weicht leicht vom Naturalismus ab, und das ist Jef Murray, der irgendwie nicht in die Reihe der ‚offiziell erschienenen‘ Illustratoren Ted Nasmith, John Howe und Alan Lee passen will. Jemima Catlin und Pauline Baynes werden erst gar nicht erwähnt. Andere bekommen wenigstens eine Randnotiz für ihren besonderen Stil, z.B. Cor Blok oder Jay Johnstone, aber der Artikel bietet wenig Grundlage für eine tiefere Analyse. Quellenangaben sind rar und es gibt keine weiterführende Literaturliste.

Ein viel ergiebigerer Ansatz für solch einen Einführungsartikel wäre eine Übersicht mit diversen Mal- und Zeichenstilen gewesen – selbst wenn man sich aus Platzgründen nur auf die offiziellen angelsächsischen Illustratoren beschränkt hätte – und deren spezifische Annäherung an Tolkiens Werk. Einige Texte dazu gibt es bereits, z.B. über die Entwicklung von Cor Bloks Stil, für andere hätte ein kurzes Gespräch mit den Künstlern direkt spannende Einblicke gegeben. Im Artikel gibt es zum Beispiel ein Foto des Totentempels der Hatschepsut, der als Inspiration für Nasmiths Minas Tirith genannt wird. Es gibt dafür keine Quellenangabe und weitere Details fehlen. Spricht man mit dem Künstler, bekommt man weitere Informationen zu seiner Darstellung von Minas Tirith: „Die Architektur generell soll númenórische Ästhetik suggerieren, so wie ich sie mir vorstelle; mit einem Look, der das Meer und die Seefahrt andeutet, die das Königreich einst charakterisierten“, sagte mir Nasmith. „Einer der Einflüsse dabei ist die kaiserlich-ägyptische Architektur, das ist wahr. Und zwar weil Tolkien die gondorische Kultur als Echo Ägyptens bezeichnete, ebenso wie ihre Liebe zu monumentalen Tempeln und zeremoniellen Gebäuden und den Totenkult um die Könige mit seinen aufwendigen Ritualen und Symbolismen.“ Genau diese Art der Analyse fehlt im vorliegenden Text.

Ich bin nur über einen faktischen Fehler gestolpert: Eorl statt Elendil wird als Vorfahre der Könige im Norden genannt (s. S. 142), aber das ist nichts, was man nicht in der zweiten Auflage ändern könnte. In Patrick Currys ansonsten sehr gutem Artikel über die Tolkienkritik fehlt Hither Shore, die Publikation der einzig jährlich stattfindenden internationalen Tolkienkonferenz, organisiert durch die Deutsche Tolkien Gesellschaft. Im Kapitel zum Krieg (s. S. 461ff) fehlt jegliche Referenz zu John Garths bahnbrechendem Buch zum Thema: Tolkien und der Erste Weltkrieg. Allerdings ist das Jammern auf hohem Niveau.

Alle bis auf zwei der Artikel bieten genau das, was man vom Titel her erwartet: eine exzellente Einführung in das jeweilige Thema mit viel Quellenmaterial und weiterführender Literatur. Nur ein anderer Beitrag hat mich überrascht: Rachel Falconers „Earlier Fantasy Fiction: Morris, Dunsany, and Lindsay”. Statt sich auf die Gemeinsamkeiten zwischen Tolkien und früherer Fantasy-Autoren zu beschränken – wozu eins von Morris Fantasybüchern statt der Pseudohistorien in besseres Beispiel gewesen wäre – geht der Text darüber hinaus, um zu zeigen, wie vielfältig und kreativ das Genre vor dem Eintreffen des Herrn der Ringe war. Ein unerwarteter, aber wunderbar aufschlussreicher Ansatz.

Referenzkopie: Stuart D. Lee (ed.). A Companion to J.R.R. Tolkien. Chichester: Wiley, 2014.

A Tolkien Companion with just one flaw

A Companion to J.R.R. Tolkien was published as part of Wiley’s ‘Blackwell Companions to Literature and Culture’ series in May last year, edited by Stuart D. Lee. It offers a collection of introductory articles to the most pertinent topics in Tolkien studies, bringing together the Who’s Who of scholars in the field. And it does the job of setting a budding researcher, or a specialist in a different field for that matter, on a new topic perfectly, with the inclusion of reference work as well as further reading to each chapter. The book is a must-have for any university library.

There is only one article that strays markedly from the high standards set by the others, and that is the one on art. We get a short mention of Tolkien’s own art, which is fine, but then Christopher Tuthill settles for comparing specific artworks by a small number of artists, who all work in very similar styles as well. What is more, the comparison is more description (of pictures printed in the article) than analysis. Only one of the chosen artists strays slightly from naturalism, and that is Jef Murray who seems like the odd man out in a list of otherwise ‘officially’ published illustrators Ted Nasmith, John Howe and Alan Lee. Jemima Catlin and Pauline Baynes don’t even get a mention. Others are at least noted for different styles, including Cor Blok or Jay Johnstone, but the article offers hardly purchase for deeper analysis. References are few and no further reading list is provided.

A far more interesting approach to such an introductory article on the topic, would have been to put spotlight on a more diverse range of styles – even if just limited to official Anglo-Saxon illustrators for the sake of brevity – and note their specific approach to illustrating Tolkien. Some texts are already extant, e.g. on the development of Blok’s style, for others a short conversation with the artist would be insightful. The article includes, for example, a photograph of the Mortuary Temple of Hatshepsut and names it as an inspiration to Nasmith’s take on Minas Tirith. No source or further insight is given. If you actually ask the artist, you will get some further information on his depiction of Minas Tirith: “The architecture in general is meant to suggest what I think of as the Númenórean aesthetic, with a look that vaguely suggests the sea and seafaring, as the great realm once embodied,” Nasmith told me. “One influence in this scheme is ancient Egyptian imperial architecture, it’s true. This partly because Tolkien identified Gondorean culture as an echo of Egypt and its love of monumentalism in temples and ceremonial structures, as well as its veneration of the dead among the kings of its dynastic tradition amid elaborate rituals and symbolism.” This is the sort of analysis missing from this particular text.

Only stumbled over one factual mistake: Eorl is named as forebear of the kings in the North instead of Elendil (cf. p. 142), but that is nothing a second edition cannot remedy. Patrick Curry’s otherwise great overview of criticism is missing Hither Shore, the publication accompanying the only annual international Tolkien conference in the world, organised by the German Tolkien Society DTG. The chapter on “War” (cf. p. 461ff) is missing a reference to John Garth’s seminal Tolkien and the Great War. Nit-picking on a high level here, however.

All articles but two offer exactly what is expected from their title: an excellent introduction into the chosen topic with ample source and further reading material added. Only one other contribution surprised me: Rachel Falconer’s “Earlier Fantasy Fiction: Morris, Dunsany, and Lindsay”. Instead of focusing on the similarities Tolkien’s work has with earlier fantasy writers – for which one of Morris’ actual fantasy novels instead of his pseudo-histories would have been a better example – the text goes beyond that to show how manifold and creative the genre actually was before the advent of The Lord of the Rings. An unexpected but wonderfully insightful approach.

Reference copy: Stuart D. Lee (ed.). A Companion to J.R.R. Tolkien. Chichester: Wiley, 2014.

Rezension vorab erschienen auf / Review previously published on www.tolkiengesellschaft.de.

ÖPNV-Tutorial II: Gepäckmagie

Willkommen zu unserem zweiten Tutorial zur humanen Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs, welches garantiert zur besseren Laune ihrer Mitfahrer beitragen wird. Nachdem wir bereits das Einsteigen gelernt haben, dreht sich diesmal alles um das Thema Gepäck.

Ausgangsituation: Ein Gelegenheitsreisender hat sein Gepäck auf dem Sitz gegenüber abgestellt. Der Nahverkehrszug wird zunehmens voller.

Das Gespräch:

Pendler: „Ist da noch frei?“

Reisender: „Wenn Sie mir einen Platz für das Gepäck finden. Ich habe keinen gesehen.“

Pendler: „Aber das ist doch gar kein Problem.“

Die Lösung:

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Ein magischer Ort

Wenden Sie sich ruhig an den Pendler, der kennt sich hier aus. Je nach Zugtyp sind Verstecke für das Gepäck einfacher oder schwerer zu finden. In vielen doppelstöckigen RB/REs neuerer Bauart gibt es tatsächlich Gepäckablagegitter, mitten zwischen den Reihen oder direkt am Anfang. Da reicht das Hinschauen über den eigenen Sitzrand hinweg. In älteren Modellen findet man Platz für kleine Koffer unter dem Sitz, für etwas größere in einer Lücke zwischen den Sitzen, deren Rückenlehnen aneinander angrenzen, und für ganz großes Gepäck unten, direkt bei der Treppe.

Und nun zur Magie:

Pendler: „Also, hier ist noch Platz auf dem Boden.“

Reisender: „Nein, das ist mir zu unsicher, da rollt der Koffer doch weg, wenn der Zug bremst oder beschleunigt.“

Pendler: „Dann stellen wir den Koffer doch einfach auf seine Füße.“

Reisender: „Wie bitte?“

Pendler: „Na, wenn Sie den Koffer auf die Seite drehen, ihn auf seine Füße stellen, dann rollt er nicht weg.“

Reisender: „Da habe ich ja noch nie drüber nachgedacht. Das ist ja fantastisch!“

Ja, Pendler kennen sich auch mit der arkanen Wissenschaft der Gepäckmagie aus.

Das Thema Handtaschen behandeln wir in einem der nächsten ÖPNV-Tutorials.

Gute Fahrt!

Russische Literaturempfehlungen von der Zugbekanntschaft

fandorinSchon vor einigen Jahren fragte ich eine russischstämmige Zugbekanntschaft* nach guter neuerer russischer Literatur. Empfohlen hat sie mir damals zweimal Phantastik, mit Sergei Lukjanenkos Wächter-Reihe und Dmitri Gluchowskis Metro 2033 und Metro 2034 (genial!) und eine Krimi-Reihe von Boris Akunin. Von der letzteren habe ich nun endlich den ersten Teil, Fandorin, Übersetzung im Taschenbuch im Aufbau Verlag erschienen, gelesen. Ermittler ist ein junger Beamter, der 1876 im relativ neu gegründeten Moskauer Kriminalamt, arbeitet. Der erste Fall ist spannend und liest sich fast ein bisschen steampunkig, obwohl alles im historischen Rahmen bleibt. Und was ein krasses Ende. Ich werde sicher den nächsten Band irgendwann angehen.

* Zugbekanntschaften sind bei mir übrigens bisher immer Bekanntschaften, die ich außerhalb des Zuges mache, um dann erstaunt festzustellen, dass sie oft mit mir Pendeln. Mit der Nase im Buch ist das Kontaktknüpfen halt ein bisschen schwierig.

Auf dem Weg nach Bebra

Ich liebe es, wenn mein RE nach Bebra statt nach Fulda fährt. Das heißt nämlich, dass es schon relativ spät ist beim Nachhauseweg. Meist war ich dann im Kino und/oder mit Freunden noch in der Stadt unterwegs. Ist an sich schon schön. Aber dann kommen auch noch die Highlights des späten Bahnreisens.

handbag-308880_640Am Mittwochabend gab es zum Beispiel eine junge Frau im Raucherbereich am Gleis, die sprach in ihre, vielleicht auch mit ihrer, Handtasche. Im Zug fängt dann ein Gespräch ein paar Sitze weiter an mit: „Ich bin heute Morgen um kurz nach fünf aus dem Bett geschmissen und von der Polizei verhaftet worden.“ Was für wunder(n)bare Geschichten doch auf dem Weg nach Bebra lauern.

Frankfurter Hauptbahnhof in 10 Quadraten mit 150mm (KB)

Da bekommt man direkt Lust, sich mal wieder etwas genauer umzuschauen. Danke für die tollen neuen Perspektiven!
Unbedingt die Originalseite anschauen, denn hier werden nicht alle zehn Bilder angezeigt.

Dosenkunst - Graffiti im Rhein-Main-Gebiet

2015-05-12 EM1 Frankfurt Hauptbahnhof 0021Manchmal ist die Reduzierung auf eine bestimmte Brennweite eine gute Möglichkeit, den Blick für andere Perspektiven zu öffnen. Es geht halt nicht alles, aber was mit dem Olympus 75mm/1,8 an meiner Olympus geht, begeistert mich immer wieder. Also, der Frankfurter Hauptbahnhof im Berufsverkehr reduziert auf 10 Quadrate.

2015-05-12 EM1 Frankfurt Hauptbahnhof 00142015-05-12 EM1 Frankfurt Hauptbahnhof 00492015-05-12 EM1 Frankfurt Hauptbahnhof 00542015-05-12 EM1 Frankfurt Hauptbahnhof 0058

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Sie

sheHenry Rider Haggards Sie ist eine wunderbar solide Abenteuergeschichte, in der es aber auch um die großen Themen wie das menschliche Streben nach Unsterblichkeit und Liebe geht. Trotzdem hat mich die Kurzbiografie des Autors in der Einleitung in meiner Oxford UP-Ausgabe fast noch mehr fasziniert. Das Buch spiegelt natürlich die Konventionen der Entstehungszeit (es wurde 1887 zum ersten Mal veröffentlicht) wider, inklusive Rassismus, obwohl der Hauptcharakter von einigen ‚noblen Eingeborenen‘ fasziniert ist, wie z. B Ustane, und er das Matriarchat dem er begegnet nicht sofort verwirft. Wer Robert Louis Stevensons Schatzinsel mag – von der Haggard nicht viel hielt und mit seinen Büchern deshalb auszog, bessere Abenteuer zu schreiben – der macht hier nichts falsch.

She

HRiderHaggard

Sir Henry Rider Haggard, ca. 1902 (Foto von/foto by George Charles Beresford)

Henry Rider Haggard’s She makes for a ripping yarn adventure story, which also tackles the grander themes of the human longing for immortality and love. Still, I admit I was almost more fascinated by the short biography of the author in the introduction to my Oxford UP edition than by the story itself. The latter makes for a study of conventions during the time of writing (it was first published in 1887), including racism, even though the main character has a fascination with several of the ‘noble natives’, such as Ustane, and does not immediately reject the matriarchy he encounters. Those who like Robert Louis Stevenson’s Treasure Island – which Haggard did not like and thus set out to write better adventure stories – won’t go wrong with this one.

Der schweigsame Ehemann

Neulich im Zug, der noch am Frankfurter Hauptbahnhof steht. Ein älteres Ehepaar kommt hereingestürzt.

heart-34655_640Sie: „Mensch, mein Herz klopft vielleicht. Bis ich irgendwann umfalle. Du kannst doch mal ein bisschen langsam tun. Ob ich jetzt hier zehn Minuten im Zug sitze bevor wir abfahren, oder langsam hierherlaufe ist doch egal.“

Er – sagt gar nichts.

Welch dunkle Geheimnisse lauern in den Abgründen dieses Mannes? Hat er etwa von langer Hand geplant, seine Frau zum Herzinfarkt zu treiben? Und warum lässt sie ihn nicht einfach laufen?

Ich fange erst an zu lesen, wenn die Reihe vollständig ist.

Soweit der gute Vorsatz. Wie alle gute Vorsätze im Leben, habe ich auch diesen schon diverse Male gebrochen (ich sag mal: A Song of Ice and Fire und The Name of the Wind). Zuletzt bei der neuen Comic-Reihe von Brian K. Vaughan: Saga. Lange nicht mehr so abgefahrenen Charakteren begegnet! Und trotzdem versteht es Vaughan, den Leser mit auf die Reise durch seine seltsame Welt zu nehmen.

Sein Y: Last Man on Earth ist bisher meine zweitliebste Comicserie, und rangiert damit gleich hinter Gaimans Sandman. Dementsprechend kam der ersten Band der Saga, 2012 bei Image erschienen, gleich auf meinen Wunschzettel, und ‚dummerweise‘ habe ich ihn ziemlich zeitnah geschenkt bekommen. Ich konnte mich aber zurückhalten, bis letzte Woche halt. Band 2 liegt schon bereit, aber zum Glück kann man nach Band 1 eigentlich ganz gut pausieren. Man weiß die Geschichte geht weiter, aber der Cliffhanger ist nicht wirklich krass (es sei denn, man fürchtet sich ganz furchtbar vor Überraschungsbesuch von den Schwieger-/Eltern). Also zögere ich das mit dem zweiten Band erst mal noch ein bisschen hin. Mein aktueller Lesestoff verspricht auf jeden Fall etwas langanhaltender zu sein.

I will only start reading when the series is complete.

So far for good intentions. As with all such schemes, I have broken similar vows before (let me mention A Song of Ice and Fire or The Name of the Wind). Latest occurrence: Saga, a comic series by Brian K. Vaughan. Haven’t met such bizarre characters in a long time! Vaughan still manages to take his reader along into his strange world.

His Y: Last Man on Earth is my second favourite comic series so far, only closely outstripped by Gaiman’s Sandman. That is why the first volume of Saga, first published 2012 by Image, landed on my wish list pretty early, and someone ‘unfortunately’ bought it for me quickly on top of that. I did manage to hold back, until last week, that is. Volume 2 is already with me, but it is possible to take a break after 1. You know the story continues but there is no overly suspenseful cliff-hanger (unless you have an extreme fear of parents/-in-law surprise visits). So, I am trying to postpone reading the second volume for as long as I can. My current reading material definitely promises to last a lot longer.

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Cover art for Saga by Fiona Staples

 

Mein schönstes Wochenenderlebnis

Am Wochenende war ich in Aachen. Hingefahren bin ich mit dem Zug, zurück auch. Alles prima, trotz magerer und deshalb hektischer vier Minuten Umstiegszeit in Siegen. In der Zugfahrt steckt die Geschichte diesmal also nicht. Eher in der Freizeitbeschäftigung, der ich in Aachen nachgegangen bin. Ich war beim Tolkien Seminar, der alljährlichen internationalen Tolkien-Konferenz der Deutschen Tolkien Gesellschaft. Diesmal drehte sich alles um den Aufsatz „On Fairy Stories“. Super spannendes Thema, wie sich herausstellte, mit vielen Anknüpfungspunkten, einige sehr aktuell. Den Kaiser habe ich auch gesehen. In den nächsten Tagen werde ich Detailliertes berichten.Tolkien-Seminar-2015-249x350