Lake District I: Achtung! Schimpfwortlastige Einleitung, Ullswater

English (original) version below

Ich war dann mal weg. Also, im Urlaub dieses Jahr. Im umwerfend schönen Lake District in Nordengland. So umwerfend schön, dass weder ich noch meine Reisegefährten die passenden Worte gefunden haben. Wir sind halt keine Poeten, deshalb haben wir vor Freude ziemlich oft laut geflucht. „Scheiße, ist das schön hier.“ – „Was ein asozialer Himmel.“ – „Das sieht doch schon wieder so verdammt gut aus.“ – „Verflucht und zugenäht, jetzt müssen wir schon wieder für ein Foto anhalten.“ – „Was eine verfickt geile Landschaft.“ Das Erhabene hat uns durchdrungen bis ins Mark, ganz wie damals die romantischen Dichter.

Ich versuche mich trotzdem mal an ein paar weniger schimpfwortlastigen Beschreibungen, samt Fotodokumenten; so in Häppchen, Ausflug für Ausflug. Sonst setze ich mich am Ende noch sofort in den nächsten Flieger oder Zug, und mich in den Lake District ab.

Ullswater-PostcardVoll retro ein Viertel ums Ullswater

Während meine etwas fitteren Reisegefährten an diesem Tag auf den Helvellyn kletterten (da sah es übrigens so aus), habe ich mich erst mal in den Ausflugsdampfer auf dem Ullswater eingeschifft und bin von Glenridding nach Howtown gefahren. Dort wurde ich zusammen mit einer Handvoll anderer Menschen ausgesetzt und machte mich von dort aus auf dem kleinen Wanderpfad am See entlang auf den Rückweg. Es war wunderschön (um hier weitere Schimpfworte zu vermeiden), und tatsächlich anstrengender als gedacht.

Denn anders als der Rundweg um den Buttermere, den wir einige Tage zuvor begangen hatten, verläuft der Weg nicht die ganze Zeit direkt am Rande des Sees entlang, sondern schlängelt sich hoch und runter. So kommt man denn doch ab und an ins Schwitzen, dafür als Belohnung aber auch wunderbare Aussichten von weiter oben auf den See. Und direkt am Ende des steilsten Anstiegs, im gefühlten Nirgendwo, rettet einen ein Stück Rocky Road und ein warmer Tee im Lowther Tea Room.

Von meiner Wanderung gibt es übrigens nur Polaroid-Aufnahmen, von einer Diana F+ mit entsprechendem Aufsatz – die ich noch nie zuvor bedient hatte, deshalb am Anfang gleich die künstlerisch besonders wertvolle Doppelbelichtung. Die zwei Digitalkameras mussten nämlich unbedingt mit rauf auf den Helvellyn… Dafür hab ich jetzt voll tolle Retro-Bilder (s. u.) von meiner Wanderung. Ätsch! Von den verf…, äh, unglaublichen Bildern im Kopf ganz zu Schweigen.

Länge: 11km, Schwierigkeitsgrad: mittel

Lake District I: Beware! Swearword-heavy introduction, Ullswater

So I was out on holidays this year. In the incredibly beautiful Lake District in northern England. So staggeringly beautiful that neither my travelling companions nor I were able to find fitting words. We are no poets, after all, and we found ourselves using a lot of swearwords. “Shit, how beautiful is that?” – “What a fucking great sky.” – “It looks damn beautiful over here as well.” – “Drat and bugger, we’ll have to stop for another photo again.” – “What a bloody awesome landscape.” We were clearly imbued with the Sublime.

I’ll try to describe some of my experiences using fewer swearwords. But only one excursion at a time, in small doses. Cause otherwise I’d probably up and leave, board the next plane or train and return to the Lakes.

A quarter round Ullswater in full retro mode

While my somewhat fitter travelling companions went up Helvellyn that day (where it looked like this, by the way), I embarked on an Ullswater Steamer from Glenridding to Howtown where I was cast out with a handful of other hikers to make our way back along the little path along the lakeshore. It was utterly beautiful (not to use swearwords here), and a lot more exhausting than anticipated.

A few days before, we had walked once round Buttermere where the path leads right along the lake shore the whole time. Not so at Ullswater, where the way winds up and down all the time. So, you will break into a sweat but are also rewarded with some stunning views of the lake from higher up. And directly at the end of one of the most steep ascents, somewhere in the middle of nowhere, you are saved by a piece of rocky road and a hot tea at the Lowther Tea Room.

There are only polaroids from my hike, taken with a Diana F+ with an additional fixture – which I had never used before. So you get an artsy double exposure right at the start. The two digital cameras just had to go up Helvellyn… Well, I now have these great retro pictures from my hike. Not to mention the fu…lminantly incredible pictures in my head.

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