Zu hohe Ansprüche

wischmeyerIch hatte offenbar zu hohe Ansprüche – an Dietmar Wischmeyer. Den sehe ich sehr gerne mit seinem „Logbuch der Bekloppten und Bescheuerten“ in der heute show. Beim Lesen von Alle doof bis auf ich aus dem Ullstein Verlag, hatte ich die ganze Zeit seine Stimme im Kopf, denn die typische Ausdrucksweise ist einfach unverwechselbar. Die erste Anekdote über verwöhnte Bratzen hat mich gleich zum hämischen Lachen gebracht, aber dann wurde es irgendwie ein bisschen langweilig. Ich war auf ein böse-humoristisches Feuerwerk eingestellt, aber dann waren doch einige Verrecker dabei. Humor ist eben was ganz individuelles. Schön, dass es bei der heute show besser mit uns klappt.

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Käse auf der Autobahn

Am Montag in der Kinzigtalbahn. Eine junge Familie setzt sich zu mir auf einen der Vierersitze. Sie sind ein bisschen außer Atem, da sie wohl gerade noch so den Zug bekommen haben.

Vater: „Das war knapp.“

Tochter (im Kindergartenalter): „Was hätten wir denn gemacht, wenn wir den Zug verpasst hätten?“

swiss-cheeseVater: „Dann hätten wir mit dem Auto fahren müssen. Aber das ist echt Käse.“

Die Tochter denkt eine ganze Weil über die Aussage ihres Vaters nach. Dann:

„Papa, gibt es Käse auf der Autobahn?“

„Natürlich nicht.“

„Aber warum sagst du dann sowas?“

„Das sagt man halt so.“

„Mensch, Papa, du erzählst manchmal ein dummes Zeug!“

Ein Jahr Wildes Kinzigtal

Ein Jahr lang sind wir nun zusammen gependelt, gewandert, haben gelesen, gesammelt und uns gewundert. Schön war’s bisher, finde ich. Mich würde ja interessieren, was dem geneigten Leser hier am meisten Spaß macht. Deshalb hätte ich gerne Feedback in den Kommentaren. Und ich habe mir auch eine ganz perfide Methode ausgedacht, euch zum Reden zu bringen. Es gibt ein incentive, also einen Anreiz.

P1120139Zur Feier des Tages habe ich nämlich was zu verschenken: The First Book of Calamity Leek von Paula Lichtarowicz (auch wenn die Parallelgesellschaft mehr Potential gehabt hätte), die auf Eis gelegten Druiden. Band 1 – Das Geheimnis der Oghams von Jean-Luc Istin, Thierry Jigourel und Jacques Lamontagne und den ersten Band einer Comicreihe eines meiner Lieblingsautoren Brian K. Vaughan: Ex Machina: The First Hundred Days. Alle einmal von mir gelesen.

Wer also gerne zu unserem ersten Geburtstag eines der Geschenke haben möchte, folgt diesem Blog (egal wie lange oder kurz) und hinterlässt unten einen Kommentar, welche Kategorie(n) sie/er besonders gerne liest, und das bis 23:59 Uhr am  26.02.16. In der Hoffnung, dass sich mehr als drei Menschen melden, lose ich die Geschenke zu und sage dann den hoffentlich glücklichen Beschenkten hier Bescheid. Ihr solltet bereit sein, mir zur Verschickung des Geschenks danach eure Adresse zukommen zu lassen, die natürlich zu keinen sonstigen Zwecken benutzt wird.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Druiden erst mal auf Eis gelegt

druidenDas Geheimnis der Oghams, Band 1 der Die Druiden-Reihe von Jean-Luc Istin, Thierry Jigourel und Jacques Lamontagne aus dem Splitter Verlag, ist ein Comic, der den Leser in eine mystische Welt im Konflikt zwischen Kirche und Heidentum entführt. Die Geschichte beginnt mit mysteriösen Ritualmorden an Mönchen, die natürlich auf die Spur der Druiden führen. Ein weltoffener Abt kontaktiert einen alten heidnischen Freund – und die Ermittlungen beginnen.

Trotz der atmosphärischen Bilder und der wirklich spannenden Geschichte, hat mich die Sekundärwelt nicht sofort gepackt. Ich verspüre nicht den unbändigen Drang, wie z.B. bei Brian K. Vaughans Ex Machina, sofort die nächsten Bände zu bestellen und weiterzulesen. Da der Rest von Ex Machina nun bereits angekommen ist, lege ich die Geschichte um die Druiden also erst mal auf Eis. Rückkehr aber nicht ausgeschlossen.

Ist das Kunst oder kann das weg?

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Die Kinzigtalbahn von gestern Abend

Die Bahn wird das eindeutig mit wegmachen beantworten – wenn nicht gar mit Vandalismus. Ich finde diese Tags ja meist echt langweilig. Es gibt so gute Graffitis da draußen (s. z.B. bei der Dosenkunst), auch an legalen Stellen, da erscheint mir diese Form des künstlerischen Ausdrucks doch irgendwie überflüssig.

Die Wege des Wassers

Anfang Februar habe ich mich auf die Wege des Wassers rund um Fischborn im Vogelsberg begeben. Bei den vielen Niederschlägen hat uns das Wasser bereits vom Anfang der Wanderung am Wegesrand und teils auch mitten auf dem Weg begleitet.

Am Rastplatz Weg des Wassers in Fischborn angekommen, stellten wir fest, dass das Wasser im Winter abgeschaltet ist. Die Infotafel über den Weg des Wassers aus dem Vogelsberg nach Frankfurt hatte trotzdem einige spannende Geschichten parat. Unter anderem wurden Ende des 19. Jahrhunderts zehn Häuser in Fischborn abgerissen und die Bewohner zwangsumgesiedelt, um den Aderborn zu erbauen. An dem ging es dann auch vorbei auf dem Heimweg, auf dem wir jede Menge Spuren, menschlicher und tierischer Art, entdeckten.

Der Gott aus der Maschine

exmachinaDiesmal bin ich meinem Vorsatz treu geblieben, eine Comic-Serie erst dann anzufangen, nachdem sie bereits abgeschlossen ist. Ex Machina: The First Hundred Days, als Sammelband bei DCs Vertigo erschienen, bündelt die Hefte #1-5 von Brian K. Vaughans Serie über einen Superhelden der zum Bürgermeister von New York wird. Die Handlung springt dabei zwischen den Zeiten hin und her, von Mitchell Hundreds Kindheit, über seine Superhelden-Genese bis zum Beginn seiner Amtszeit. Wie nicht anders zu erwarten, hat mich Vaughans SciFi-Politthriller voll gepackt. Der Rest der Serie ist bestellt und ich werde sicher wieder berichten.

The god from the machine

I stuck to my resolution this time to only started reading a comic book series after it has been printed in its entirety. Ex Machina: The First Hundred Days, published under DC’s Vertigo imprint, collects issues #1-5 of Brian K. Vaughan’s series about a superhero turned mayor of New York. The story jumps between different timelines, from Mitchell Hundred’s childhood to his superhero genesis and the beginning of his term of office. Vaughan’s scifi political thriller gripped me from the start, as was to be expected. The rest of the series has been ordered and I’m sure I’ll give you an update on it soon.

 

Kuliverbot

penNeulich in der Kinzigtalbahn. Heute sind fast nur Eintracht Fans im Zug. Und Polizisten. Alles ganz friedlich hier. Die Fans unterhalten sich über alte Zeiten und was sich in Sachen Sicherheit so alles getan hat. Sie sind ganz tolerant und finden das alles voll ok. Interessant, was man alles nicht mit ins Stadion nehmen kann. Kulis zum Beispiel (fällt wohl unter §5, 1a). Ich hoffe als Journalist bekommt man da eine Ausnahmegenehmigung …

Lake District VII: Birks Bridge

English (original) version below

Unweit unseres Ferienhauses, das Duddon Valley weiter hoch, entdeckten wir Birks Bridge (die Birkenbrücke). Einer lokalen Legende zufolge, ist dort ein Mann, der gerne ins Newfield Inn nach Seathwaite (wo man übrigens das beste pub food [typisch englisches Kneipenessen] im ganzen Land bekommt!) fuhr, auf dem Rückweg mit seiner Pferdekutsche steckengeblieben…

Wir blieben nicht stecken, hielten aber an, um ein paar Schnappschüsse rund um die denkmalgeschützte Brücke zu machen. Diesmal sind alle Bilder von mrs.bananabrain.

P1100407Lake District VII: Birks Bridge

Not far from our holiday cottage, up the Duddon Valley, we found Birks Bridge. Local legend has it that a man who liked to frequent the Newfield Inn in Seathwaite (best pub food in the whole country!) got stuck on the bridge with his horse and cart on the way back home …

We didn’t get stuck, just stopped for a few snapshots around the bridge. All by mrs.bananabrain this time.

Revolution!

English (original) version below

ironIn China Miévilles drittem Band aus dem Bas Lag Universum, Iron Council – meine Ausgabe 2011 bei Pan erschienen – ist es endlich soweit: die Revolution ist da! Der eiserne Rat macht sich als großer Hoffnungsgeber der Revoluzzer auf den Weg zurück nach New Crobuzon – nur um sich im letzten Augenblick einer viel größeren Bedrohung (als die der herrschenden Klassen) für die Stadt entgegenzustellen.

Miéville ist einer meiner Lieblingsautoren, weil er es schafft total seltsame und schräge fantastische Charaktere glaubhaft darzustellen, politische und soziale Themen in seinen Romanen anspricht und mir dabei neue (englische) Vokabeln beibringt. So habe ich in diesem Buch zum Beispiel gelernt, was spillikins oder eine arbalest sind.

Revolution!

In China Miéville’s third volume in the Bas Lag universe, Iron Council – my edition published 2011 by Pan – the revolution finally has arrived! The Iron Council is making its way back to New Crobuzon, carrying high hopes for the revolutionaries, just to have to face an even bigger threat (than the ruling class) to the city at the last moment.

Miéville is one of my favourite authors because he manages to create totally strange fantastic characters that are nevertheless believable, tackles political and social issues in his novels and can still teach me new (English) words. In this book I learned about spillikins and arbalests, for example.