Meine heutige Arbeitsstätte

Vielleicht hilft das ja beim gestrigen Rätsel weiter.

Today’s workplace

Maybe it helps with yesterday’s riddle.

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Bahnhofsrätsel

Ich bin unterwegs. Habe euch Bilder von drei Bahnhöfen mitgebracht, an denen ich heute Station gemacht habe. Erkennt ihr sie?

Train station riddle

I am out and about. Brought you pictures from three train stations I visited today. Can you name them?

Wenn die Luft im gestrandeten Wal knapp wird

flashDie Gewitterwolken werden immer dunkler, changieren von dunkelgrau, über dunkellila hin zu einem dichten schwarz. Ein Blitz nach dem anderen zuckt vom Himmel. Plötzlich sind alle Lichter aus, die Klimaanlage stellt ihren Dienst ein, der Zug gibt keinen Mucks mehr von sich. Wir sind mit unserem RE 50-Wal zwischen Offenbach und Hanau gestrandet.

Die Lautsprecher funktionieren noch. „Wegen eines Blitzeinschlags verzögert sich die Weiterfahrt auf unbestimmte Zeit.“ Für diese Entschuldigung habe ich vollstes Verständnis. Wir bekommen kurz darauf sogar weitere Details geliefert: „Wegen einem Blitzeinschlag im Bahnhof Hanau verzögert sich die Weiterfahrt – auf unbestimmte Zeit halt.“ Ja, so halt.

Einerseits fühle ich mich in unserem Metall-Leviathan ganz gut aufgehoben im Moment, denn so eine hohe Blitzfrequenz habe ich noch nie vorher gesehen. Leider gibt es im toten Monstrum aber keine Frischluftzufuhr mehr. Die Luft wird schwül-warm und zusehends dünner. Der Zug wird vom Wind durchgerüttelt. Die apokalyptischen Regenfälle und der Hagel machen das Durchatmen nicht leichter.

Eine S-Bahn zieht als erster Hoffnungsschimmer aus Richtung Hanau an uns vorbei. Kurz darauf gibt es wieder Strom und frische Luft. „Wir fahren jetzt erst mal bis zum nächsten Signal. Dahinter ist noch alles ohne Strom wegen Kurzschluss. Mehr weiß ich auch nicht.“ Ein sehr auskunftsfreudiger Zugführer heute. Wir kommen irgendwann in Hanau an. Weitere Durchsagen informieren uns, dass die Oberleitung auf der Strecke irgendwo runtergekommen ist. Nach und nach weitere Berichte von Blitzeinschlägen im Stellwerk Hanau und in Haitz Höchst. Der Tunnel in Schlüchtern ist geschlossen. Diverse Sturmschäden, gefallene Bäume, Hagelschäden. Eine Heimfahrt, die man nicht so schnell vergisst.

Ich schaffe es dank Abholung mit PKW gegen 22 Uhr an dem Tag, dem 24. August 2011, nach Hause zu kommen.

 

 

Einmal Paradies und zurück

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Der Blick ins Paradies

Am Wochenende war ich in Jena unterwegs. Die meiste Zeit habe ich an der Friedrich-Schiller-Universität verbracht. Dementsprechend habe ich hauptsächlich Bilder vom Campus um den Ernst-Abbe-Platz mitgebracht. Und zwei Bilder vom Paradies, natürlich.

Ich bekenne mich zum Bokonismus

Aus dem ersten Buche Bokonon:

cats-cradleWarnung auf der Titelseite: Don’t be a fool! Close this book at once! It is nothing but foma*!

Vers 1: All of the true things that I am about to tell you are shameless lies.

Verse 2-4: In the beginning, God created the earth, and he looked upon it in His cosmic loneliness. And God said, „Let Us make living creatures out of mud, so the mud can see what We have done.“ And God created every living creature that now moveth, and one was man. Mud as man alone could speak. God leaned close as mud as man sat up, looked around, and spoke. Man blinked. „What is the purpose of all this?“ he asked politely. „Everything must have a purpose?“ asked God. „Certainly,“ said man. „Then I leave it to you to think of one for all this,“ said God. And He went away.

Vers 5: Live by the foma* that make you brave and kind and healthy and happy.

Und jetzt suche ich mir jemanden für Boko-maru.

We will touch our feet, yes,
Yes, for all we’re worth,
And we will love each other, yes,
Yes, like we love our Mother Earth.

Alle Zitate aus: Vonnegut, Kurt. Cat’s Cradle. London: Penguin, 2008.

* harmless untruths/a useful and harmless sort of horseshit

I am a Bokononist

From the First Book of Bokonon:

Warning on the title page: Don’t be a fool! Close this book at once! It is nothing but foma*!

Verse 1: All of the true things that I am about to tell you are shameless lies.

Verses 2-4: In the beginning, God created the earth, and he looked upon it in His cosmic loneliness. And God said, „Let Us make living creatures out of mud, so the mud can see what We have done.“ And God created every living creature that now moveth, and one was man. Mud as man alone could speak. God leaned close as mud as man sat up, looked around, and spoke. Man blinked. „What is the purpose of all this?“ he asked politely. „Everything must have a purpose?“ asked God. „Certainly,“ said man. „Then I leave it to you to think of one for all this,“ said God. And He went away.

Verse 5: Live by the foma* that make you brave and kind and healthy and happy.

And now I’ll go look for someone for Boko-maru.

We will touch our feet, yes,
Yes, for all we’re worth,
And we will love each other, yes,
Yes, like we love our Mother Earth.

All quotes from: Vonnegut, Kurt. Cat’s Cradle. London: Penguin, 2008.

* harmless untruths/a useful and harmless sort of horseshit

Unterbrochene Kühlkette

Beim Transport von Lebensmitteln wird penibel genau darauf geachtet, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Auch Tiertransporte haben immer Luftzufuhr. Bei der Beförderung von Menschen wird auf sowas leider nicht immer geachtet. Regelmäßig fahre ich in fensterlosen Waggons, in denen die Klimaanlage ausgefallen ist. Im Sommer 2011 ging es dabei bis weit über die Grenzen des Erträglichen hinaus.

Der RE 50 fuhr am Hauptbahnhof Frankfurt ein, die Lok vorne wurde abgekoppelt. Damals wurde dann immer eine Lok auf der anderen Seite, samt fünf bis sechs weiterer Waggons angehängt. Normalerweise innerhalb von fünf bis zehn Minuten nach der Ankunft. An diesem schönen Sommertag, bei 35°C im Schatten, hat es aber ‚etwas‘ länger gedauert, fast eine halbe Stunde. Die Temperatur in den ungekühlten Waggons stieg schnell auf über 50°C an – eigentlich hätte da keiner einsteigen dürfen. Eine Ansage, wie lange die Verzögerung noch dauert, hätte sicher die meisten Leute erst mal wieder auf den vergleichsweise kühlen Bahnsteig getrieben. So aber warteten wir im Brutofen, in der Hoffnung, dass es jeden Augenblick losgeht.

ambulanceAls wir endlich losfuhren, wurde die Klimaanlage der Sache natürlich nicht mehr Herr. Zwischen Langenselbold und Gelnhausen dann die furchtbarste aller Durchsagen: „Wenn sich ein Arzt an Bord befindet, bitte in den letzten Wagen kommen.“ Darauf, ganz klar, Notfalleinsatz am Bahnhof Gelnhausen. Dort kam der erste kühle Luftzug bei mir an – kurz bevor wir all in die RB umgestiegen sind. Die hatte keine Klimaanlage, aber so eine ganz fantastische Erfindung, die sich Fenster nennt.

Phänomenale Dinge

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Unterhalb des phaeno ‚Raumschiffs‘

Die gibt es im phaeno in Wolfsburg zu entdecken. Experimente zum Mit- und Selbermachen in Hülle und Fülle: Hände in glühende Funken halten, Vakuum erzeugen (frei nach dem Mottto: Im Weltall hört dich keiner schreien), Feuertornado, Sinnestäuschungen, elektrifizierende Experimente, verstörende Anrufe … Und das alles verpackt in außergewöhnlicher Architektur von Zaha Hadid, mit wunderbarem Ausblick auf das VW-Werk. Man sollte für den Besuch am besten einen ganzen Tag einplanen.

Und dann gibt es noch zwei Bilder von Experimenten von mrs.bananabrain:

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