Dom und Stadtschloss Fulda

Fürstensaal mit Papagei

Im August waren wir in Fulda und haben uns dort den Dom und das Stadtschloss angesehen. Ich mag den Dom sehr gerne, weil er innen so hell ist. Außerdem freut sich der Heilige Bonifatius, wenn man ihm am Grab ein Ständchen bringt. Es herrscht dort also selten Grabesruhe. Auch der Besuch im Stadtschloss lohnt sich. Der Kaisersaal ist ein echtes Kleinod.

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Der letzte Polizist

Hank Palace ist der letzte Polizist auf Erden. Naja, noch nicht ganz der letzte – aber der letzte, der seinen Job noch richtig ernst nimmt. Die meisten haben ihren Dienst quittiert, andere kommen nur noch, wenn sie sonst nichts besseres zu tun haben, viele sind tot. Und den Nerv für eine genaue Prüfung eines augenscheinlichen Selbstmords – von denen es gerade sowieso Unmengen gibt – hat auch niemand mehr.

Denn Asteroid 2011GV rast auf die Erde zu und wird in etwa einem halben Jahr mit katastrophalen Folgen einschlagen.

Das Setting in der Prä-Apokalypse macht diesen Krimi von Ben H. Winters (meine Ausgabe: Quirk, 2012) zu etwas ganz besonderem, denn es geht nicht nur um die Auflösung eines mysteriösen Todesfalls, sondern auch um den Zerfall einer Gesellschaft und den Umgang mit dem (fast) sicheren Tode eines jeden einzelnen.

Was würdest du tun, wenn wir alle nur noch sechs Monate zu leben hätten?

The Last Policeman

Hank Palace is the last policeman on earth. Well, not quite the last one – but the last one who still cares about his job. Most have left their post, others are only coming in when they don’t have anything better to do, a lot are dead. And no one has the patience to dig into the details of an apparent suicide – of which there are countless out there anyway.

And that is because asteroid 2011GV is racing towards earth and will hit in about half a years‘ time, with catastrophic impact.

The pre-apocalyptic setting is what makes this crime novel by Ben H. Winters (my edition: Quirk, 2012) special, because it does not only deal with solving a mysterious murder but also with a deteriorating society and how each individual comes to grips with (almost) certain death.

What would you do if you knew that we all just had another six months to live?

Seltsame Dispositionsentscheidung

Neulich hatten wir Fernreisendenbesuch in der Kinzigtalbahn. Der Regionalexpress war 40 Minuten verspätet, „wegen einer technischen Störung an einem anderen Zug,“ sagte das Spruchband an der Anzeigentafel. Also sind wir alle in die zuerst eintreffende Regionalbahn gestiegen.

Kurz vor Gelnhausen kam dann die – eigentlich total hilfreiche – Durchsage, dass der RE direkt hinter uns fährt und wir in Gelnhausen am gleichen Gleis umsteigen können, da er uns danach überholen wird. Super, da hat mal jemand an den Service für die Fahrgäste gedacht – auch wenn die Empfehlung nicht bis zum Ende durchdacht war.

Eine kleine Überfüllungs-Warnung wäre nett gewesen, denn als wir in den RE steigen wollen, stolpern wir schon im Eingangsbereich über jede Menge Koffer und Taschen – und stehende Menschen. Neben den üblichen Pendlern, die den Zug ab Gelnhausen schon selbst vollkriegen, wimmelt es hier von Fernreisenden.

Die sind total genervt und aufgeregt, viele von ihnen sind auf dem Weg zum Flughafen. Ein Geschäftsreisender ist gerade am Telefon und bucht um. Ein älterer Herr läuft auf einem kleinen freien Stück Gang hin und her wie ein eingesperrter Tiger. Bei jedem Halt wird er nervöser. „Am liebsten würde ich den Zug anschieben. Warum halten wir jetzt so lange hier? Wir müssen unbedingt diese S-Bahn um kurz vor 10 Uhr bekommen, sonst ist der Flieger weg. Da fährt man extra Zug, um nicht im Stau zu stehen …“

Der Bahnhof in Flieden

Natürlich konnte keiner mit dem liegengebliebenen Güterzug zwischen Flieden und Schlüchtern rechnen. Der ICE (mit Halt Frankfurt Flughafen Fernbahnhof) direkt dahinter musste erst wieder ein Stück zurücksetzen, und hat dann seine Passagiere in Flieden am Bahnhof ausgesetzt. Da standen sie wohl eine knappe Stunde, bis der RE 50 sie von dort aufgegabelt hat. Während die Pendler am Ende mit 53 Minuten Verspätung in Frankfurt ankamen, hatten die ICEler mittlerweile über 2 Stunden – und mussten dann ja auch noch vom Hauptbahnhof an den Flughafen gelangen. Eine etwas seltsam anmutende Dispositionsentscheidung, denn wo ein RE und ein RB langfahren können, hätte auch ein ICE seinen Weg, mit viel weniger Unterbrechungen und damit wohl auch viel schneller, gefunden.

Bild: Bahnhof Flieden von Johannes Müller (CC BY-SA 3.0)

Lake District XVIII: Ravenglass

Willkommen in / Welcome to Ravenglass

Nach einer Fahrt mit der Ravenglass & Eskdale Bahn, sind wir noch kurz durch das Küstenörtchen Ravenglass spaziert. An der Straße zum Hafen hinunter gibt es interessante Dingen in den Vorgärten zu entdecken – und eine freundliche Katze, die den Weg zum Hafen weist.

Interessante Dinge in Vorgärten / Interesting things in frontyards

Lake District XVIII: Ravenglass

After a trip with the Ravenglass & Eskdale Railway, we went on a short stroll through the coastal village of Ravenglass. There are interesting things to discover in the frontyards of the street leading towards the harbour. A friendly cat showed us the way.

Geiler Anfang

Zwei Engel unterhalten sich über geheime Namen, also die Worte, die einem Macht über ein Wesen geben. Schnell stellt sich heraus, dass sie damit die DNS meinen. Diese originelle Umsetzung des traditionellen mythologischen Motivs findet sich in Harry Mulischs Die Entdeckung des Himmels (meine Ausgabe: Rowohlt, 2016). Die Engel setzen dann Himmel und Erde in Bewegung, um einen ganz bestimmten Menschen („Unser Mann auf Erden“) zu kreieren. Da werden Weltkriege angezettelt, um die passenden Großeltern/Eltern zusammenzubekommen.

Allerdings fand ich das relativ normale Leben der eigentlichen Protagonisten dann etwas antiklimaktisch – und vor allem viel zu langatmig erzählt. Die kleingehaltene Frau wollte mir auch nicht so recht gefallen. Also, prima Konzept, klasse Anfang, dann aber deutliche Abzüge im weiteren Romanverlauf.

Verfrühte Verspätung

Der Bahnhof in Fulda

Durchsage neulich am Bahnhof in Fulda: „Der Regionalexpress Richtung Frankfurt, Abfahrt 19:08 Uhr, fährt heute voraussichtlich erst gegen 20 Uhr ab.“ Auf der Anzeige stehen erst 40, dann 45 Minuten Verspätung.

Na gut, dann hol ich mir jetzt erst mal einen Kaffee. Ich schlendere die Bahnhofstraße runter und wieder hoch und bin gegen 19:30 Uhr wieder am Bahnhof. Dort höre ich diese Durchsage: „Es erhält Einfahrt, der RE nach Frankfurt, der danach direkt zurück fährt.“ Und genau das tut er auch.

Gut, dass ich schon wieder da bin. Eine Gruppe Jugendlicher, die mit mir auf den Zug gewartet hatten, sind mir eben auf den Weg ins McDonald’s begegnet. Einer fragte noch: „Haben wir dafür noch Zeit?“ Hoffentlich ist der um 20:08 Uhr für die pünktlich.

Bild von High Contrast

Lake District Live XX: St. Olaf’s

Das Wastwater steigt über’s Ufer / Wastwater rising

Und wieder sind wir bei den Wikingern, diesmal in St. Olaf’s – benannt nach einem norwegischen König, der nach seinem Tode heilig gesprochen wurde – in Wasdale Head. Die Dachbalken der Kirche sollen von Wikingerschiffen stammen. Während ich in der kleinsten Kirche Englands war, sind meine Reisegefährten auf den höchsten Berg Englands gestiegen. Der Weg das Wasdale hinauf war heute übrigens mit einigen nassen Hindernissen gespickt, nachdem gestern eine Unwetterwarnung für den Lake District wegen Regen ausgesprochen wurde.

Lake District Live XX: St. Olaf’s

And we are back with the Vikings, this time in St. Olaf’s – named after a Norwegian king, who was canonised after his death – in Wasdale Head. The church’s roof beams are supposed to have come from Viking ships. While I was in England’s smallest church, my travelling companions went up England’s highest mountain. The way up Wasdale was riddled with several very wet obstacles today, following yesterday’s ‚yellow‘ weather warning due to heavy rains in the Lake District.

Lake District Live XIX: Die Geschichte des Rums

Büro der Handelsfamilie Jefferson / Office of the Jefferson spirit traders

… hat uns heute ein Museum in Whitehaven nähergebracht. Dort erfuhren wir unter anderem Details zum Handelsdreieck zwischen Europa, Afrika und Amerika. Die Ausstellungsstücke über den Sklavenhandel waren dabei besonders düster. Die Tour endete natürlich mit einer Rumverkostung.

Lake District Live XIX: The Rum Story

We delved into the „Dark Spirit of Whitehaven“ in a museum today, where we also learned about the lucrative trade triangle between Europe, Africa and America. The displays on slavery were pretty haunting. The tour ended with a taste of rum, of course.

Lake District Live XVIII: Wikinger in Gosforth

Mosaik

Heute war ich auf den Spuren der Wikinger in Gosforth unterwegs. An der St. Mary’s Kirche steht Englands größtes angelsächsisches Steinkreuz, welches ungefähr im Jahr 940 aufgestellt wurde. Neben christlichen Motiven, zeigt es vor allem Szenen der Ragnarök, der Sage vom Untergang der nordischen Götter. In der Kirche sind außerdem zwei ‚Hogbacks‘, wahrscheinlich Grabsteine, ausgestellt. Die sind nur dort entstanden, wo Wikinger und Angelsachsen zusammen lebten.

Lake District Live XVIII: Vikings in Gosforth

Gosforth Cross

Today I explored traces of the Vikings in Gosforth. England’s largest Anglo-Saxon stone cross, erected in around 940, stands at St. Mary’s church. Apart from Christian motifs, it mainly shows scenes from Ragnarök, the Norse apocalypse. Two ‚hogbacks‘, probably tombstones, are also displayed inside the church. They were only found where Vikings and Anglo-Saxons lived side by side.