Zombie-Vampire, Pseudo-Wissenschaft und Perspektivwechsel

In Richard Mathesons I am Legend (meine Ausgabe: Gollancz, 2001) verhalten sich die Vampire wie Zombies. Trotzdem hilft Knoblauch und das Kreuz – jedenfalls wenn der Vampir zu Lebzeiten ein Christ war. Dann tauchen höher entwickelte Vampire auf. Solche, die zusammenhängende Konzepte verstehen und wenigstens zeitweise im Sonnenlicht verweilen können. Beobachtet und erzählt wird das alles vom Protagonisten Robert Neville, der tagsüber Vampire jagt, sich nachts vor den Horden verbarrikadiert und dabei vor allem mit der Einsamkeit in der Post-Apokalypse zu kämpfen hat. Als er dann die Vampire neuer Ordnung kennenlernt, wird ihm klar, dass er als gefürchteter Vampirjäger aus deren Sicht das Monster (die Legende) ist. Es kommt eben immer auf den Standpunkt an.

Mit der Zombiefizierung und der Verwissenschaftlichung des Vampirdaseins ging Matheson bei der Veröffentlichung 1954 neue Wege. Heutzutage scheint einem die Pseudo-Wissenschaft und deren zwanghafte Verwebung mit den alten Legenden nicht wirklich gut durchdacht, doch der Kampf mit der Einsamkeit und der Perspektivwechsel machen das Buch trotzdem zu einem Klassiker des Sci-Fi-Genres, den man gelesen haben muss.

Zombie vampires, pseudo-science and a change of perspective

Vampires are acting like zombies in Richard Matheson’s I am Legend (my edition: Gollancz, 2001). Yet garlic and the cross are still remedies against them – if they happened to be Christians while they were alive. Then some higher evolved vampires turn up, which manage to hold their train of thought and can remain in sunlight for a little while. This is all being observed by the protagonist Robert Neville, who hunts vampires during the day, barricades himself against them during the night and most of all struggles with the loneliness of the post-apocalypse. When he gets to know the new order of vampires, he realises that he, as the feared vampire slayer, is the monster (the legend) from their perspective. It all depends on the point of view.

Matheson went in new directions with the zombiefication and the scientification of vampiredom when he first published the novel in 1954. Today, the idea of pseudo-science and its forced link to old legends doesn’t seem to be fully fledged but the battle against loneliness and the change of perspective still make the book one of the must-reads of the sci-fi genre.

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