Lake District Live XXV: St. Peter’s, Martindale

Nach einem Tag außerhalb des Lake Districts und einem langen Tag im Grisedale gestern, heute wieder ein kurzes Live-Update. Auf dem Weg hinauf auf das Hallin Fell, habe ich die St. Peter’s Kirche in Martindale besucht. Wunderschöne Fenster, entworfen von Jane Gray in den 1970ern, und ein wunderschöner Friedhof drumherum. Auf dem Rückweg bin ich gleich noch mal rein, um kurz vor einem Schauer Schutz zu suchen.

St. Peter’s

Lake District Live XXV: St. Peter’s, Martindale

Following a day outside the Lake District and a long day in Grisedale, here’s another short live update. On my way up Hallin Fell, I stopped by St. Peter’s Church in Martindale. It boasts wonderful stained glass windows, designed by Jane Gray in the 1970s, and a beautiful graveyard. On my way back down from the fell, I found shelter in the church again from a short spell on rain.

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Lake District Live XXIV: Great Mell Fell

Heute ging es hoch hinaus, auf den Great Mell Fell, von dem man einen wunderbaren Blick sowohl auf den Helvellyn und den Blencathra hat. Ein weiterer Bonus ist der verwunschene Wald voller hornloser Einhörner.

Little & Great Mell Fells

Lake District Live XXIV: Great Mell Fell

We climbed pretty high today, up Great Mell Fell, from which one has a wonderful view of both Helvellyn and Blencathra. A further bonus is the enchanted, wind-swept forest with hornless unicorns.

Gipfel und Aussicht / Summit and View

Einhörner / Unicorns

Wald / Forest

Lake District Live XXIII: Mysteriöse Versammlungsorte

Wir haben heute König Arthurs Tafelrunde besucht, die eigentlich ein neolitischer Versammlungsort ist. Ganz in der Nähe befindet sich das Mayburgh Henge, ebenso ein Versammlungsort aus der Neusteinzeit. Der ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Umgeben von einem Wall aus aufgetürmten Flusskieselsteinen, befindet sich noch einer von ursprünglich acht Hinkelsteinen. Interessanterweise weiß man heute nicht wirklich, wofür diese Versammlungsorte genau dienten.

Lake District Live XXIII: Mysterious henges

We visited King Arthur’s Round Table today, which is actually a neolithic henge. Mayburgh Henge is right in the vicinity and well worth a visit. Surrounded by a wall of river pebbles, you can still find one of previously eight standing stones inside. Interestingly enough, no one knows exactly what these henges were used for.

Lake District Live XXII: Alle Heiligen und begabte Floristen

Auf dem Rückweg von einer längeren Tour heute morgen, haben wir kurz bei der All Saints Kirche in Watermillock halt gemacht. Wunderschön gelegen, toller Ausblick ins Tal und hinter der Kirche ein imposanter Hügel mit blühendem Ginster. Man kann sich in der Kirche auf einem Zettel für das Blumenarrangement einer bestimmten Woche eintragen. Diese Woche war ein großes Talent am Werk – und es gab ein ganzes Fotoalbum mit früheren Arrangements zu bestaunen. Merke: Die Waltermillocker sind begabte Floristen!

Blumenarrangement / Flower arrangement

Lake District Live XXII: All Saints and gifted florists

On our way back from a longer tour this morning, we stopped by the All Saints Church in Watermillock. Placed beautifully in front of an impressive hill decked with gorse, it has a great view of the valley below. Inside the church, you can register to organise the flower arrangement for a specific week. This week’s talent was magnificent – and there was a whole photo album to go through for previous arrangements. Watermillockers are gifted florists!

Lake District Live XXI: Zurück ans Ullswater

Im September 2015 hat sie begonnen, meine anfangs schimpfwortlastige Berichterstattung über den Lake District. Und zwar mit einer Geschichte vom Ullswater. Da bin ich heute wieder angekommen – in einem Ferienhaus mit Seeblick. Ein erster kurzer Spaziergang ist absolviert. War vor allem beeindruckt von der Blütenpracht allenthalben.

Zwischenstopp / Whistle-stop in Pooley Bridge

Lake District Live XXI: Back to Ullswater

It all began in September 2015: my initially swearword-heavy reports from the Lake District. At Ullswater, to be precise. And that is where I’ve returned to today – to a holiday cottage with a lake view. First short stroll is done and dusted, and I was particularly impressed with the flowers in bloom in all nooks and crannies.

Ferienhaus & Garten / Holiday cottage & garden

Blütenpracht / Flowers in bloom

 

Zombie-Vampire, Pseudo-Wissenschaft und Perspektivwechsel

In Richard Mathesons I am Legend (meine Ausgabe: Gollancz, 2001) verhalten sich die Vampire wie Zombies. Trotzdem hilft Knoblauch und das Kreuz – jedenfalls wenn der Vampir zu Lebzeiten ein Christ war. Dann tauchen höher entwickelte Vampire auf. Solche, die zusammenhängende Konzepte verstehen und wenigstens zeitweise im Sonnenlicht verweilen können. Beobachtet und erzählt wird das alles vom Protagonisten Robert Neville, der tagsüber Vampire jagt, sich nachts vor den Horden verbarrikadiert und dabei vor allem mit der Einsamkeit in der Post-Apokalypse zu kämpfen hat. Als er dann die Vampire neuer Ordnung kennenlernt, wird ihm klar, dass er als gefürchteter Vampirjäger aus deren Sicht das Monster (die Legende) ist. Es kommt eben immer auf den Standpunkt an.

Mit der Zombiefizierung und der Verwissenschaftlichung des Vampirdaseins ging Matheson bei der Veröffentlichung 1954 neue Wege. Heutzutage scheint einem die Pseudo-Wissenschaft und deren zwanghafte Verwebung mit den alten Legenden nicht wirklich gut durchdacht, doch der Kampf mit der Einsamkeit und der Perspektivwechsel machen das Buch trotzdem zu einem Klassiker des Sci-Fi-Genres, den man gelesen haben muss.

Zombie vampires, pseudo-science and a change of perspective

Vampires are acting like zombies in Richard Matheson’s I am Legend (my edition: Gollancz, 2001). Yet garlic and the cross are still remedies against them – if they happened to be Christians while they were alive. Then some higher evolved vampires turn up, which manage to hold their train of thought and can remain in sunlight for a little while. This is all being observed by the protagonist Robert Neville, who hunts vampires during the day, barricades himself against them during the night and most of all struggles with the loneliness of the post-apocalypse. When he gets to know the new order of vampires, he realises that he, as the feared vampire slayer, is the monster (the legend) from their perspective. It all depends on the point of view.

Matheson went in new directions with the zombiefication and the scientification of vampiredom when he first published the novel in 1954. Today, the idea of pseudo-science and its forced link to old legends doesn’t seem to be fully fledged but the battle against loneliness and the change of perspective still make the book one of the must-reads of the sci-fi genre.

Lake District XXII: Beacon Museum

Blick von der Museumsterrasse / View from the museum terrace

Ich würde es gerne uneingeschränkt für Schlechtwettertage im Lake District empfehlen können: das Beacon Museum in Whitehaven. Denn es bietet viele Informationen zur Lokalgeschichte – und das auch noch so aufbereitet, dass die ganze Familie was vom Museumsbesuch hat – und wunderbare Ausstellungen lokaler Künstler. Was die Stimmung allerdings eintrübt, ist das gesamte zweite Stockwerk unter dem Titel „The Sellafield Story“. Da findet Indoktrination vom Feinsten statt. Im ganzen Stockwerk gibt es eine kleine Bildtafel, die uns darüber informiert, dass es Atomkraftgegner gibt. Gegen welche Risiken die protestieren, wird nicht erwähnt. Eine immerhin etwas größere Bildtafel erzählt vom Brand von 1957 – betont dabei aber wie gut und problemlos das alles gemanagt worden ist. Immerhin macht das Museum macht keinen Hehl daraus: es ist sponsored by Sellafield Ltd. Deshalb dürfen Ingenieure vor Ort Schulklassen ihre Fakten präsentieren – die jegliche Risiken der maroden Wiederaufbereitungsanlage ausblenden. Da kann man nur hoffen, dass die Lehrer den Besuch im Nachgang noch mal kritisch aufbereiten.

Sellafield

Lake District XXII: Beacon Museum

I would really like to be able to unreservedly recommend the Beacon Museum in Whitehaven for a rainy day out in the Lake District. Because it offers a lot of information on local history – and in a way that will appeal to the whole family – as well as wonderful exhibitions of local art. What clouds the experience, however, is the whole second floor, called „The Sellafield Story“. Here you’ll find indoctrination par excellence. There is only one small plate which mentions the existence of an anti-nuclear power movement, and against which risks these people are demonstrating is not mentioned at all. A somewhat larger plate informs about the catastrophic fire of 1957 – and emphasises how well the crisis was managed. At least the museum does not make a secret of its main sponsor: Sellafield Ltd. That is also why engineers are allowed to present their bowdlerised, risk-stripped facts to school children. It can only be hoped that the teachers are working the topic more critically after the visit.

Fiktive Lieblingsfrau

Ich wurde vor kurzem gefragt, wie die Top 10 meiner weiblichen Lieblingscharaktere aussieht – allerdings nur bestehend aus Figuren, die vor einem Mann der absolute Liebling im fiktiven Werk sind. Während also zum Beispiel Scully bei „Akte X“ einer meiner absoluten Lieblingscharaktere ist, gilt sie nicht, da ich Mulder noch cooler finde. Leider ist die Auswahl mit dieser Einschränkung gar nicht so einfach – was wieder mal zeigt, dass es weniger gut geschriebene weibliche Charaktere in Büchern, Serien und Filmen gibt.

Über die Nummer eins musste ich allerdings überhaupt nicht lange nachdenken. Da steht Tod, die große Schwester von Morpheus aus den Sandman-Comics von Neil Gaiman. Und mit der Einschätzung stehe ich wohl nicht ganz allein da, denn nachdem die zierliche Schwarzhaarige mit der gesunden Lebenseinstellung ihrem Bruder zum ersten Mal in „The Sound of Her Wings“ den Kopf gewaschen hat, war schnell klar, dass der coole Goth eine eigene Mini-Serie verdient – ach was, mindestens zwei!

So erschien 1993 Death: The High Cost of Living und 1997 Death: The Time of Your Life. In der ersten Geschichte – die übrigens eins der meistverkauften Comics des Vertigo-Labels wurde – bringt Tod, die für einen Tag unter den Sterblichen wandelt, einen jungen Mann von seinen Selbstmordplänen ab. In der zweiten Geschichte geht es um Liebe und einen Pakt mit dem Tode für zwei Charaktere, die schon im Sandman aufgetaucht sind. Wie immer: fantastische Kost aus der Feder eines der größten Geschichtenerzähler unserer Zeit.

Wer es sonst noch unter meine Lieblingsfrauen schafft? In ungeordneter Reihenfolge: Lúthien, Xena, Yara Greyjoy (in den Büchern, von der Serie hab ich wenig Ahnung), Catherine Morland, Nanny Ogg (obwohl es da so viele tolle Charaktere gibt, dass sich das ständig ändert), Ronja Räubertochter, Dee, Kathryn Janeway und Jadzia Dax. Ich musste lange nachdenken, bis ich diese Liste zusammenbekommen habe.

Natürlich gibt es da noch die vielen total coolen Frauen wie Dana Scully, Buffy Summers, Black Widow, Minerva McGonagall, Erendis, Emma Woodhouse, Mazikeen, Sango, Beverly Brook, Laura Holt oder Detta/Odetta/Susannah, denen dann aber doch ab und zu ein anderer Charakter, meist männlich, in meiner Gunst die Show stiehlt.

Wie sieht Eure Top 10 aus?

Favourite fictional woman

Recently, I was asked about my top 10 favourite female characters – though only the ones that are my absolute favourite in the respective fictional world. So while Scully from „X-Files“ is one of my favourite characters ever, she does not count, because I like Mulder even more. With that restriction, the task isn’t an easy one – which serves to show that there are not a lot of well-written female characters in books, series or films out there.

I had no problems naming my number 1, though. That is Death, Dream’s older sister in the Sandman comics by Neil Gaiman. And apparently I am not the only one who thinks so. After the petite black-haired girl first appeared in „The Sound of Her Wings“ to set her brother straight, it was clear that the cool goth deserved her own mini-series – or two.

In 1993 Death: The High Cost of Living was published, followed by Death: The Time of Your Life in 1997. In the first story – which ranges amongst the bestselling comics for the Vertigo label – Death, who has turned mortal for a day, distracts a young man from his suicide plans. The second story is about love and a pact between Death and two characters (female, by the way) who have already starred in Sandman. As per usual: fantastic writing penned by one of the best storytellers of our time.

Now, who else made it into my list of favourites? In no particular order: Lúthien, Xena, Yara Greyjoy (from the books, I have only a very limited grasp of the series), Catherine Morland, Nanny Ogg (even though that particular universe yields another favourite each time I read), Ronia (the Robber’s Daughter), Dee, Kathryn Janeway and Jadzia Dax. I had to think about that list for a long time.

Of course there are a host of other cool women such as Dana Scully, Buffy Summers, Black Widow, Minerva McGonagall, Erendis, Emma Woodhouse, Mazikeen, Sango, Beverly Brook, Laura Holt or Detta/Odetta/Susannah – but sometimes a man is stealing the spotline from those for me.

What would your top 10 look like?

Lake District XXI: Whitehaven

Zeugnis alten Glanzes / Remains of former glory

Etwas heruntergekommener Charme gepaart mit schönen Dingen auf dem Pflaster – so präsentiert sich Whitehaven. An unserem Ausflugstag in die Küstenstadt hat es geregnet; ich bin mir sicher bei Sonnenschein sieht das alles gleich ein bisschen freundlicher aus. Wir haben zwei Museen besucht: The Beacon (Regionalmuseum) und The Rum Story (über die Geschichte des Rums). Die wärmste Empfehlung gibt es allerdings für Michael Moons Antiquariat. Man sollte Zeit für die Expedition in den L-Space mitbringen – und für ein nettes Gespräch mit Michael.

Lake District XXI: Whitehaven

A bit of derelict charme paired with beautiful ornaments on the pavement – that is how Whitehaven presented itself. It rained while we were there, and I’m sure it all looks a lot more welcoming in the sunshine. We visited two museums: The Beacon and The Rum Story. The warmest recommendation comes for Michael Moon’s Bookshop, though. You should bring along some time for an expedition into L-space – and for a wide-ranging chat with Michael.

Lake District XX: St Bees

Am Strand von St Bees

Während meine Reisegefährten bei mäßiger Sicht in den Bergen im Wasdale herumkraxelten, bin ich an den Strand von St Bees gefahren. Nach einem kurzen Abstecher zu den Felsen rechts der befestigten Promenade, merkte ich schnell, dass die Flut auf dem Vormarsch war, so dass ich den Spaziergang – über die sowieso superglitschigen Steine – früh wieder abbrach. Stattdessen habe ich oben auf einer Bank gesessen, ein Picknick gemacht, mir die Sonne auf den Pelz scheinen lassen und dem Meeresrauschen gelauscht.

Ich habe keinen Stein aufgehoben, bin nicht losmarschiert und habe ihn nicht nach über 300 km in Robin Hood’s Bay wieder ins Meer fallen lassen. Aber ich kenne eine Bloggerin, die es schon zweimal getan hat!

Lake District XX: St Bees

While my travelling companions were climbing into the coulds in the mountains of Wasdale, I drove to the beach at St Bees. During a short stroll on the super slippery stones on the right-hand side of the promenade, I soon realised that the tide was coming in, so that I returned to the beach quite quickly. I sat on a bench instead, had a picknick, enjoyed the sun and listed to the crashing of the waves.

I did not pick up a stone, did not start a hike and didn’t drop the stone over 300 km later into the sea at Robin Hood’s Bay. But I know a blogger who’s done it – twice!