Lake District XXII: Beacon Museum

Blick von der Museumsterrasse / View from the museum terrace

Ich würde es gerne uneingeschränkt für Schlechtwettertage im Lake District empfehlen können: das Beacon Museum in Whitehaven. Denn es bietet viele Informationen zur Lokalgeschichte – und das auch noch so aufbereitet, dass die ganze Familie was vom Museumsbesuch hat – und wunderbare Ausstellungen lokaler Künstler. Was die Stimmung allerdings eintrübt, ist das gesamte zweite Stockwerk unter dem Titel „The Sellafield Story“. Da findet Indoktrination vom Feinsten statt. Im ganzen Stockwerk gibt es eine kleine Bildtafel, die uns darüber informiert, dass es Atomkraftgegner gibt. Gegen welche Risiken die protestieren, wird nicht erwähnt. Eine immerhin etwas größere Bildtafel erzählt vom Brand von 1957 – betont dabei aber wie gut und problemlos das alles gemanagt worden ist. Immerhin macht das Museum macht keinen Hehl daraus: es ist sponsored by Sellafield Ltd. Deshalb dürfen Ingenieure vor Ort Schulklassen ihre Fakten präsentieren – die jegliche Risiken der maroden Wiederaufbereitungsanlage ausblenden. Da kann man nur hoffen, dass die Lehrer den Besuch im Nachgang noch mal kritisch aufbereiten.

Sellafield

Lake District XXII: Beacon Museum

I would really like to be able to unreservedly recommend the Beacon Museum in Whitehaven for a rainy day out in the Lake District. Because it offers a lot of information on local history – and in a way that will appeal to the whole family – as well as wonderful exhibitions of local art. What clouds the experience, however, is the whole second floor, called „The Sellafield Story“. Here you’ll find indoctrination par excellence. There is only one small plate which mentions the existence of an anti-nuclear power movement, and against which risks these people are demonstrating is not mentioned at all. A somewhat larger plate informs about the catastrophic fire of 1957 – and emphasises how well the crisis was managed. At least the museum does not make a secret of its main sponsor: Sellafield Ltd. That is also why engineers are allowed to present their bowdlerised, risk-stripped facts to school children. It can only be hoped that the teachers are working the topic more critically after the visit.

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Abstieg in den Regen in Steinau an der Straße

Wenn man in diesen Tagen vom Vogelsberg in das Kinzigtal hinabsteigt, kommt man aus verschneiter Winterlandschaft in den Regen. So auch an einem Tag im späten November. Mein Spaziergang durch Steinau an der Straße begann im Industriegebiet West. Vorbei am architektonisch ansprechenden Dreiturmwerk, ging es durch die Bahnhofsunterführung runter in die wunderschöne Altstadt. Am Untertor war noch ein bisschen Betrieb, da war ich ganz angetan von den kleinen Geschäftchen rechts und links. Leider gehen die dann hinter dem Brüder-Grimm-Haus und dem Schloss irgendwie aus. Dort hat der wachsende Leerstand in Kleinstädten schwer um sich gegriffen. Umso mehr freut es mich, dass wenigsten in der Alten Apotheke das Leben so langsam wieder Einzug hält – in Form eines Literaturcafés. Neben dem Bummel durch die Stadt, habe ich das Schloss besucht. Davon gibt es demnächst einen separaten Bericht und Bilder.

Lake District XXI: Whitehaven

Zeugnis alten Glanzes / Remains of former glory

Etwas heruntergekommener Charme gepaart mit schönen Dingen auf dem Pflaster – so präsentiert sich Whitehaven. An unserem Ausflugstag in die Küstenstadt hat es geregnet; ich bin mir sicher bei Sonnenschein sieht das alles gleich ein bisschen freundlicher aus. Wir haben zwei Museen besucht: The Beacon (Regionalmuseum) und The Rum Story (über die Geschichte des Rums). Die wärmste Empfehlung gibt es allerdings für Michael Moons Antiquariat. Man sollte Zeit für die Expedition in den L-Space mitbringen – und für ein nettes Gespräch mit Michael.

Lake District XXI: Whitehaven

A bit of derelict charme paired with beautiful ornaments on the pavement – that is how Whitehaven presented itself. It rained while we were there, and I’m sure it all looks a lot more welcoming in the sunshine. We visited two museums: The Beacon and The Rum Story. The warmest recommendation comes for Michael Moon’s Bookshop, though. You should bring along some time for an expedition into L-space – and for a wide-ranging chat with Michael.

Winterwald

Dramatischer Himmel über dem Winterwald

Seit gestern liegt fast in ganz Deutschland Schnee. Bei uns im Vogelsberg hat es schon etwas früher geschneit, deshalb hier ein paar Eindrücke von einem Spaziergang durch den Winterwald am Samstag. Mittlerweile ist der Schnee um einiges höher – aber gestern war es einfach drinnen viel gemütlicher. Einen Schneemann hätte ich gerne nach dem Schneeschippen noch gebaut, aber der Schnee war zu pulverig. So hat es nur für drei kleine Schneegeister gereicht.

Lake District XX: St Bees

Am Strand von St Bees

Während meine Reisegefährten bei mäßiger Sicht in den Bergen im Wasdale herumkraxelten, bin ich an den Strand von St Bees gefahren. Nach einem kurzen Abstecher zu den Felsen rechts der befestigten Promenade, merkte ich schnell, dass die Flut auf dem Vormarsch war, so dass ich den Spaziergang – über die sowieso superglitschigen Steine – früh wieder abbrach. Stattdessen habe ich oben auf einer Bank gesessen, ein Picknick gemacht, mir die Sonne auf den Pelz scheinen lassen und dem Meeresrauschen gelauscht.

Ich habe keinen Stein aufgehoben, bin nicht losmarschiert und habe ihn nicht nach über 300 km in Robin Hood’s Bay wieder ins Meer fallen lassen. Aber ich kenne eine Bloggerin, die es schon zweimal getan hat!

Lake District XX: St Bees

While my travelling companions were climbing into the coulds in the mountains of Wasdale, I drove to the beach at St Bees. During a short stroll on the super slippery stones on the right-hand side of the promenade, I soon realised that the tide was coming in, so that I returned to the beach quite quickly. I sat on a bench instead, had a picknick, enjoyed the sun and listed to the crashing of the waves.

I did not pick up a stone, did not start a hike and didn’t drop the stone over 300 km later into the sea at Robin Hood’s Bay. But I know a blogger who’s done it – twice!

 

Eine (fast) tragische Liebesgeschichte

Am Wochenende war ich auf dem Tolkien Lesefest der Deutschen Tolkien Gesellschaft in der Phantastischen Bibliothek in Wetzlar. Unter dem Motto: „Die Leiden des jungen Tolkien“ drehte sich dort alles um die Geschichte über den Sterblichen Beren, der sich in die Unsterbliche Lúthien verliebt – und wie Tolkien seine eigene (fast) tragische Liebesgeschichte dazu inspiriert hat.

Es gab eine Komplettlesung einer frühen Fassung der Geschichte aus der in diesem Jahr erschienen Textsammlung Beren und Lúthien, herausgegeben von Christopher Tolkien. Die Sammlung, im Original erschienen bei Harper Collins, beinhaltet mehrere (Teil-)Fassungen, teils in Versform. In der deutschen Ausgabe von Klett-Cotta ist somit zum ersten Mal ein Teil der Lays of Beleriand (The History of Middle-earth III) in deutscher Übersetzung erhältlich. Ein Leser, der rein auf die Geschichte aus ist, ist wohl mit der Zusammenfassung im Silmarillion immer noch besser bedient (oder natürlich mit dem epischen Gedicht aus den Lays, sofern er des Englischen mächtig ist). Aber alle die, die die Entstehung und Entwicklung einer Geschichte faszinieren – oder Illustrationen von Alan Lee lieben – machen beim Kauf des Buches nichts falsch. Ich fand zum Beispiel besonders spannend, dass Beren in der ersten Fassung noch ein Elb war. Die Änderung zum Sterblichen macht die Geschichte am Ende viel dramatischer.

Fantastische Miniaturen

Beim Lesefest gab es übrigens noch einen Vortrag zu Tolkiens Leben, mit Fokus auf der Begegnung und der sich entspinnenden Liebesgeschichte mit Edith. Außerdem konnte man Miniaturen bemalen, Mittelerde-Spiele ausprobieren, einen Zeichenworkshop absolvieren, ein Quiz bestreiten – oder sich ganz einfach im L-Space der Phantastischen Bibliothek verlieren. Wenn alles klappt, findet im nächsten Jahr wieder ein Tolkien Lesefest dort statt. Ich freue mich schon!

Grenzgang

Wachholderheide

Mitte August haben wir unsere erste Spessartfährte (gut beschilderte Touren im hessischen Spessart, Äquivalent zu den Extratouren im Vogelsberg) erwandert. Die Jossgrund-Runde beginnt im Park von Burgjoss und führt entlang der Jossa aus dem Ort hinaus. Danach geht es erst mal eine Weile bergauf. Auf der ersten Anhöhe erreicht man eine Wachholderheide, die vom örtlichen Naturschutz und Schäfern gepflegt wird. Etwas abseits vom Weg, versteckte sich im Wald ein verlassener Ort. Vom Auragrund aus geht man dann eine ganze Weile direkt an der Landesgrenze zu Bayern entlang, hinauf zum Zöllers-Berg, von dem man wunderbare Aussichten hat. Zurück im Burgwiesenpark haben wir unsere Füße erst mal im Kneipp-Becken gekühlt und uns noch eine Weile auf den Liegen ausgeruht. Die Tour wird sicher nicht unsere letzte Spessartfährte gewesen sein.

Lake District XIX: Ennerdale Water

Crag Fell

An einem der wettermäßig eher durchwachsenen Tag im letzten Urlaub im Lake District, sind wir um das Ennerdale Water gelaufen. Wir sind bei ziemlich guten Verhältnissen losgegangen, sogar mit dem ein oder anderen Sonnenstrahl, aber als wir Angler’s Crag erreichten – das einzige etwas schwierige Stück, auf dem man etwas klettern muss – hat es angefangen zu Regen. Aber egal, im Lake District ist es immer schön. Wir waren nur froh, dass wir nicht dem Vampirhund von Ennerdale begegnet sind!

Lake District XIX: Ennerdale Water

Ennerdale Water

On one of the days with a mixed weather forecast on our last holiday in the Lake District, we walked once around Ennerdale Water. We started in fairly good conditions, including the occasional burst of sunshine, but by the time we reached Angler’s Crag – the only challenging bit of the way with a bit of easy scrambling – it had started to pour down on us. But who cares, it’s always beautiful up in the Lake District. We were just happy we didn’t meet the Vampire Dog of Ennerdale!

 

Dom und Stadtschloss Fulda

Fürstensaal mit Papagei

Im August waren wir in Fulda und haben uns dort den Dom und das Stadtschloss angesehen. Ich mag den Dom sehr gerne, weil er innen so hell ist. Außerdem freut sich der Heilige Bonifatius, wenn man ihm am Grab ein Ständchen bringt. Es herrscht dort also selten Grabesruhe. Auch der Besuch im Stadtschloss lohnt sich. Der Kaisersaal ist ein echtes Kleinod.

Lake District XVIII: Ravenglass

Willkommen in / Welcome to Ravenglass

Nach einer Fahrt mit der Ravenglass & Eskdale Bahn, sind wir noch kurz durch das Küstenörtchen Ravenglass spaziert. An der Straße zum Hafen hinunter gibt es interessante Dingen in den Vorgärten zu entdecken – und eine freundliche Katze, die den Weg zum Hafen weist.

Interessante Dinge in Vorgärten / Interesting things in frontyards

Lake District XVIII: Ravenglass

After a trip with the Ravenglass & Eskdale Railway, we went on a short stroll through the coastal village of Ravenglass. There are interesting things to discover in the frontyards of the street leading towards the harbour. A friendly cat showed us the way.