Ein halbes Stündchen Kunst

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Wenn man das Ausstellungsplakat gefunden hat, ist man am richtigen Eingang

Wer sich in der Nähe des Frankfurter Hauptbahnhofs aufhält, und plötzlich ein halbes Stündchen Zeit hat, der kann sie perfekt mit dem Besuch der wechselnden Kunstausstellungen im Art Foyer des City-Hauses (separater Eingang direkt zur Friedrich-Ebert-Anlage) bei der DZ Bank verbringen.

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Der Weg hinauf ins Art Foyer

Bis zum 27.8.16 läuft dort im Moment noch die Ausstellung „Zurück in die Zukunft der Fotografie“. Ich war zu einer späten Mittagspause dort und die ganze halbe Stunde völlig allein mit der Kunst. Zu jeder Ausstellung gibt es eine Broschüre, in der man Hintergrundinformationen zu den Künstlern und den Werken findet. Bei der aktuellen Ausstellung war ich sehr überrascht, wie abstrakt viele der fotografischen Werke sind. Die Entwicklungsgeschichte (Wortspiel intendiert) spielt dabei oft eine viel größere Rolle als das eigentliche Motiv.

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Helena Petersen – aus der Serie „Pyrographie“. Die Bilder enstehen in einem Schießstand, wo das Mündungsfeuer einer Waffe das Fotopapier belichtet.

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Torben Eskerod – aus der Serie „Damaged Portraits“. Eine Flut hat die Werke des ‚ganz normalen‘ Portraitfotografen unter Wasser gesetzt. Er hat sie feucht eingelagert und als er sie wieder herausholte, waren sie verschimmelt. Diese teils monströs verunstalteten Gesichter hat er dann wieder abgelichtet.

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Alexander Endrullat – Aufnahme von Dresden mit selbstgebauter Lochkamera. Danach mit „nicht vorgesehener“ Chemikalie entwickelt, die für solch schöne Vefärbungen sort.

Der Eintritt ins Art Foyer ist frei. Geöffnet hat es Dienstag bis Samstag von 11-19 Uhr.

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Gestatten, Zucchini-Apokalypse

Heute will ich euch einen Teil meiner Sammlung vorstellen: Die Ausstellung zur Zucchini-Apokalypse.

Zucchini-Risotto / Courgette risotto

Kunst am Zucchini

Anno 2014, nach der Rückkehr aus dem Sommerurlaub, hatten sich im Garten der Kuratorin 15 große Zucchinis zusammengerottet. Und es war absehbar, dass fast jeden Tag kleinere neue Gefährten dazukommen würden. Die Zucchini-Apokalypse war angebrochen.

Wie vernichtet man nun möglichst viele Zucchinis, ohne dass dabei Langeweile aufkommt? Die üblichen Methoden, Kochen im Suppenkessel oder Zerschneiden als einfache Gemüsebeilage, würden sicher bald auch von den Opfern durschaut werden.  Neue Tötungsmethoden mussten her. In ihrer Verzweiflung wandte sich die Kuratorin an die große weite Welt. In einem sozialen Netzwerk zeigte sie ab sofort Bilder all ihrer kulinarischen Massaker, und bat Freunde und Bekannte um neue Ideen für den Zucchinizid.  Die gesammelten Ergebnisse sind nun zum ersten Mal für die breite Öffentlichkeit in dieser makabren Ausstellung zusammengetragen, inklusive einiger bisher nie veröffentlichter Werke. Spezielle Mord-Anleitungen gibt es auf Anfrage.

> Hier geht es zur Ausstellung.

Introducing the Zucchini Apocalypse

Today I want to introduce you to one of my exhibitions: the Zucchini Apocalypse.

Zucchini-Puffer in der Entstehung/ Courgette latke in the making

The zombies are coming!

Anno 2014, just after returning home from summer holidays, 15 large courgettes had banded together in the curator’s garden. And it was clear that smaller ones would be joining them almost every day in the foreseeable future. The Zucchini Apocalpyse had arrived.

Now, how to best destroy a mass of courgettes, without the onset of ennui? The usual methods, boiling in the cauldron for soup  or dicing for a simple side dish, would surely soon be seen through by the victims as well. New methods of killing needed to be explored. In her desperation, the curator turned to the world at large. She shared pictures of her culinary massacres and asked friends and acquaintances for new zucchinocide ideas. The collected material is now open to the general public for the first time in this macabre exhibition, which includes some works never before seen . Specific recipes for murder can be attained upon inquiry.

> Visit the exhibition

Sonntag in London: Serpentine

English (original) version below

Mein letzter Tag, der Flieger geht am späten Nachmittag, also noch ein bisschen Zeit sich was anzuschauen. Erst mal mache ich mich mit dem Bus auf in Richtung Paddington. Am Bahnhof St. Pancras schaue ich auf und mir die Leute an der Bushaltestelle an. Äh, Moment, die kenne ich doch! Da stehen zwei Bekannte aus Köln, natürlich über die DTG kennengelernt, und studieren den Fahrplan. Ich winke wild und werde gesehen. Zwei Tage vorher, auf der Einweihungsparty, hatte ich schon jemanden getroffen, der mir irgendwie bekannt vorkam – um dann festzustellen, dass sie Sprecherin bei einer Konferenz in Wien war, die ich mit organisiert habe. Die Welt ist so ein Dorf.

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Jimmy Durham

Paddington. Koffer abgeben. Und ab in den Hyde Park. Wunderschöner Spaziergang vom Marlborough Gate aus, am italienischen Park vorbei, an der Serpentine entlang zu den beiden Galleries. In der Sackler gab es eine Audio-Installation von Rachel Rose und zwei Videos. „A Minute Ago“ hat mich total in die fast apokalyptische Stimmung mitgerissen, mit „Palisades in Palisades“ konnte ich nicht so viel anfangen. In der Serpentine selbst stellte Jimmy Durham „Diverse Gegenstände und Beschwerden“ aus. Viel Kritisches, oft humorvoll präsentiert, hat mir gefallen.

Das war es erst mal von meinen Abenteuern in London. An alle die lieber Rezensionen oder Pendler-Geschichten lesen – danke fürs Ausharren. Ihr kommt bald wieder auf Eure Kosten.

Baumportraits / Tree portraits

Sunday in London: Serpentine

My last day, the plane is leaving in the late afternoon, so there is a little time to visit something. I start heading towards Paddington with a bus. At St. Pancras station, I look up and at the people at the bus stop. Wait a moment – I know these guys! Two acquaintances from Cologne, met of course via the German Tolkien Society, are studying the timetable. I wave frantically, am seen. Only two days earlier, at the housewarming party, I had met someone who looked vaguely familiar as well. Turns out, she was a speaker at a conference in Vienna I co-organised. The world is such a small place.

P1110484Paddington. I leave my luggage and enter Hyde Park via the Marlborough Gate. I take a wonderful stroll, passing the Italian gardens, along the Serpentine towards the two galleries. At the Sackler, there is an audio-installation by Rachel Rose and two videos. “A Minute Ago” sweeps me away into an almost apocalyptic mood, while “Palisades in Palisades” leaves me unimpressed. The Serpentine itself features Jimmy Durham who exhibits “Diverse Objects and Complaints”. A lot of critical stuff, often presented quite humorously, which I like a lot.

Enough of my adventures in London now. To all those who prefer reviews or commuter stories – thanks for holding out. Stuff is in store for you soon.

Spaziergang durch / Stroll through Hyde Park

 

Ich bin der Kurator meines eigenen Lebens

Ich kann auch Kunst

Meine Ausstellungsfläche ist unter anderem dieser Blog. Das reflektiere ich ab sofort unter dem neuen Menüpunkt „Gesammelt“.

Dort befindet sich meine Dauerausstellung mit diversen Sammlungen, wobei der Sammlungsbegriff sehr weit gefasst wird. Meine Büchersammlung kennt ihr bereits. Die Ausstellung zur Zucchini-Apokalypse (bereits online) und meine Bismarckturm-Sammlung stelle ich demnächst noch mal gesondert vor. Weitere folgen bestimmt.

Öffnungszeiten: 00:00-24:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

I am the curator of my own life

One of my exhibition areas is this blog. This is now also reflected in a new menu item: “Gesammelt” (Collected).

There you will find my new permanent exhibition, with collections in a broader sense. You already know my collected books. I will introduce the exhibitions on the Zucchini Apocalypse (already online) and my Bismarck Tower Collection in separate posts soon. Further collections to follow.

Opening hours: 00:00-24.00 h. Entry is free.