Vergessener Sandman

Es ist schon eine ganze Weile her, da habe ich den ’neusten‘ Sandman-Comic (die Deluxe-Ausgabe erschienen 2015 bei Vertigo) von Neil Gaiman gekauft. Der landete dann irgendwie nicht auf meinem Stapel mit ungelesenen Büchern. Aus den Augen, aus dem Sinn – auch wenn ich mir nicht ganz erklären kann, wie ausgerechnet die Fortführung meiner absoluten Lieblingscomicreihe so in Vergessenheit geraten konnte.

Zum Glück bin ich ja wieder drüber gestolpert, habe dabei aber nicht wirklich auf den Titel geachtet. Das letzte Lesen der Reihe war schon ein paar Jahre her, so dass ich freudig das ganze Abenteuer von vorne begann (so dachte ich jedenfalls), bevor ich mich dem neusten Band widmete.

Die Reihe fängt damit an, dass Traum (aka Dream, Morpheus, Oneiros …) – einer der neun Ewigen – von einem okkulten Zirkel gefangen gesetzt wird – versehentlich, wie sich herausstellt, da sie eigentlich seine Schwester Tod einfangen wollten. Die weiteren Geschichten entspinnen sich dann um die Probleme im Traumreich und in der realen Welt, die entstehen, wenn der Herrscher der Träume nicht anwesend ist, und um die Rekonstruktion des Reiches nach Morpheus Entkommen aus der Gefangenschaft.

Der neue Band, The Sandman: Overture, setzt natürlich vor der Reihe an. Hier wird erklärt, wie es überhaupt dazu kam, dass Morpheus gefangen genommen werden konnte. Gaiman nimmt uns wieder mit auf eine phantastische Reise, diesmal auch in die Träume ferner Galaxien. Er erzählt im Vorwort, dass er eine Geschichte geschrieben habe, die unmöglich zu illustrieren war – und doch ist es J.H. Williams III gelungen, das Unmögliche glaubhaft und in wunderschönen Farbexplosionen aufs Papier zu bringen. Man muss das Buch einige Male beim Lesen drehen und größere Bildtafeln aufklappen. Die Deluxe-Ausgabe hat zum Schaffensprozess außerdem noch einige Extras parat.

Im Endeffekt war es gar nicht schlimm, dass ich die Ouvertüre erst nach der Reihe gelesen habe. Denn so habe ich mir die Überraschungen, die neuen Charaktere, das Beste bis zum Schluss aufgehoben. Wer den Sandman noch nicht gelesen hat: unbedingt nachholen!

Forgotten Sandman

It’s been a while since I bought the ‚latest‘ Sandman comic (the Deluxe Edition was published by Vertigo in 2015) by Neil Gaiman. It somehow did not land on the ‚unread‘ pile and was forgotten – though I cannot for the life of me say how that happened to the newest addition to my absolute favourite comic series.

Fortunately I stumbled over it again, just didn’t really read the title. It’s been a few years since I (re-)read the series so that I started the whole adventure from its beginning (or so I thought) before turning to the new instalment.

The series starts with the capture of Dream (aka Morpheus, Sandman, Oneiros …) – one of the nine Endless – by an occult circle. He is imprisoned by mistake, as they originally targeted Dream’s sister Death. The story that unfolds tells about the problems that arise from the absence of the Lord of Dreams in his realm as well as in the real world, and about the reconstruction of the realm after Morpheus escapes his prison.

The new volume, The Sandman: Overture, takes place before the series, of course. It explains how it was possible to capture Morpheus in the first place. Gaiman takes us on a fantastic journey, including into dreams of other galaxies. In the foreword, he says that he has written a story which is impossible to illustrate – and yet J.H. Williams III managed to create the impossible with believable and colourful explosions on paper. You have to turn the book around several times to read it and to open up larger picture panels. The Deluxe Edition also features additional material on the creative process.

In the end, it wasn’t bad at all that I’d read the overture after the series. That way, I saved the surprises, the new characters, the best for last. If you have not read The Sandman yet: go get it now!

Cover Detail The Sandman: Overture #5 (Quelle/Source: Vertigo)

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V – Heiligt der Zweck alle Mittel?

Das ist die zentrale Frage in V for Vendetta von Alan Moore (meine Ausgabe: DC, 2015). Nach dem Dritten Weltkrieg hat die faschistische Nordfeuer-Partei die Macht übernommen und England in einen totalitären Staat verwandelt. V, ein Anarchist und Terrorist in Guy Fawkes-Maske, kämpft im Alleingang gegen das Regime. Und dabei ist ihm jedes Mittel recht. Während der Leser natürlich mit dem Ziel des Umsturzes sympathisiert, strapaziert V durch seine massive Gewaltanwendung – auch gegenüber Unschuldigen – das anfängliche Wohlwollen. Und genau in diesem Spannungsfeld des Utilitarismus liegt die Faszination des Comics.

V – Does the end justify all means?

That is the central questions in V for Vendetta by Alan Moore (my edition: DC, 2015). After the Third World War, the fascist Norsefire Party has seized power and turned England into a totalitarian state. V, an anarchist and terrorist who is wearing a Guy Fawkes mask, is single-handedly fighting the regime. And he uses all possible means. While the reader of course sympathises with his goal to overthrow the status quo, V’s use of violence – also against innocents – soon puts a strain on the initial goodwill. And it is exactly this utilitarian conflict that makes V such a fascinating comic.

Man muss die Rat Queens einfach lieben

Ihre Abenteuer sind genau wie die, die man mit der langjährigen Rollenspieltruppe erlebt: man versinkt ganz im Charakter, der über die Jahre zur zweiten (oder dritten oder vierten …) Haut geworden ist, brilliert mit total verrückten Ideen („Ich fange den Thermal-Detonator einfach auf!“) und nimmt sich dabei vor allem selbst kein bisschen Ernst (den Charakter natürlich schon).

Mit genau dieser Stimmung lockt Kurtis J. Wiebes Rat Queens Comic-Serie, erschienen bei Image. Die Abenteurertruppe besteht aus einem Elbenmagier, einem Zwergenkrieger, einem menschlichen Kleriker und einem Halbling-Dieb. Soweit das Fantasy-Klischee. Was danach kommt ist aber alles andere als klischeehaft. Alle Charaktere sind weiblich und haben sehr unterschiedliche Körpertypen. Die Elbin Hannah sieht aus wie eine Rockabilly-Braut; Zwergin Violet kämpft nur in allerneuster Rüstung; die dunkle Dee ist eigentlich Atheistin und der kleine Hippie Betty ernährt sich am liebsten von Süßigkeiten und Rauschmitteln.

Im ersten Sammelband, Sass and Sourcery, lernen wir die Stadt Palisade und deren Probleme (Abenteurer!) kennen. Neben den Rat Queens gibt es dort u.a. noch die Peaches (Pfirsiche), die Four Daves (Vier Daves), die Brother Ponies (Gebrüder Pony) und die Obsidian Darkness (Obsidianische Dunkelheit). Nachdem einige die Aufträge, die ganz offiziell von der Stadtverwaltung kommen, nicht überleben, beginnt das eigentliche Abenteuer um die Aufklärung der Todesfälle. Blutig geht es zu, und tief, mit Themen wie Freundschaft und Beziehungen. Vor allem aber fehlt es an einem nicht: am Spaß!

Gotta love the Rat Queens

Their adventures are like those you experience with your long-term roleplaying group: you sink into your character, which has become your second (or third or fourth…) skin over the years, you dazzle the GM with totally crazy ideas („I’ll simply catch the thermal detonator!“) and you do not take yourself seriously at all (but you do that for the character).

This is exactly the mood Kurtis J. Wiebe’s Rat Queens, published by Image, conjures up. The adventure group consists of an elven magician, a dwarven warrior, a human cleric and a halfling thief. That is how far the cliché goes. After that, nothing is cliché anymore. All characters are female, with distinctively different body types. Hannah the Elf looks like a Rockabilly broad, the dwarf Violet is only seen fighting in the latest armour fashion, dark Dee is really an atheist and the small hippy Betty loves sweets and drugs.

In the first collected volume, Sass and Sourcery, we are introduced to the city of Palisade and its problems (adventurers!). Apart from the Rat Queens, there are also the Peaches, the Four Daves, the Brother Ponies and Obsidian Darkness. When some of them do not survive missions set officially by the city, the real adventure of solving the riddle of these deaths begins. The stories are bloody and deep, with themes including friendship and relationships. But first and foremost, they are one thing: fun!

Bilder/Pictures: Image

Formatumstieg bei Ex Machina

English (original) version below

ex_machina_v1Ich hatte mir den ersten Band von Brian K. Vaughans Ex Machina in der 2005er Version gekauft. Als nach dem ersten Lesen klar war, dass ich unbedingt den Rest der Geschichte brauche, bin ich auf die fünf- statt zehnbändige Sammelausgabe von Vertigo umgestiegen. Das war einfach billiger.

Ansonsten hat sich nichts geändert. Die Story bleibt faszinierend bis zuletzt. Besonders cool fand ich Brians und Tonys eigenen Auftritt in Book Four, als der Autor und der Künstler den Auftrag bekommen, das Leben von Bürgermeister Hundred in einer Comic-Biografie festzuhalten. Ich liebe solche Verquickungen zwischen der fiktiven und der realen Welt.

Changing format for Ex Machina

ex-machina-bk-4_I had bought the first volume of Brian K. Vaughan’s Ex Machina in the 2005 version. After it became clear that I urgently needed the rest of the story, I switched from the ten- to five-volume collection by Vertigo. That was simply cheaper.

Otherwise, nothing has changed. The story remained fascinating to the end. I especially liked Brian’s and Tony’s own appearance in Book Four, when the author and the artist are charged with creating Hundred’s biography in a comic. I just love such ties between the fictional and the real world.

Die Druiden erst mal auf Eis gelegt

druidenDas Geheimnis der Oghams, Band 1 der Die Druiden-Reihe von Jean-Luc Istin, Thierry Jigourel und Jacques Lamontagne aus dem Splitter Verlag, ist ein Comic, der den Leser in eine mystische Welt im Konflikt zwischen Kirche und Heidentum entführt. Die Geschichte beginnt mit mysteriösen Ritualmorden an Mönchen, die natürlich auf die Spur der Druiden führen. Ein weltoffener Abt kontaktiert einen alten heidnischen Freund – und die Ermittlungen beginnen.

Trotz der atmosphärischen Bilder und der wirklich spannenden Geschichte, hat mich die Sekundärwelt nicht sofort gepackt. Ich verspüre nicht den unbändigen Drang, wie z.B. bei Brian K. Vaughans Ex Machina, sofort die nächsten Bände zu bestellen und weiterzulesen. Da der Rest von Ex Machina nun bereits angekommen ist, lege ich die Geschichte um die Druiden also erst mal auf Eis. Rückkehr aber nicht ausgeschlossen.

Der Gott aus der Maschine

exmachinaDiesmal bin ich meinem Vorsatz treu geblieben, eine Comic-Serie erst dann anzufangen, nachdem sie bereits abgeschlossen ist. Ex Machina: The First Hundred Days, als Sammelband bei DCs Vertigo erschienen, bündelt die Hefte #1-5 von Brian K. Vaughans Serie über einen Superhelden der zum Bürgermeister von New York wird. Die Handlung springt dabei zwischen den Zeiten hin und her, von Mitchell Hundreds Kindheit, über seine Superhelden-Genese bis zum Beginn seiner Amtszeit. Wie nicht anders zu erwarten, hat mich Vaughans SciFi-Politthriller voll gepackt. Der Rest der Serie ist bestellt und ich werde sicher wieder berichten.

The god from the machine

I stuck to my resolution this time to only started reading a comic book series after it has been printed in its entirety. Ex Machina: The First Hundred Days, published under DC’s Vertigo imprint, collects issues #1-5 of Brian K. Vaughan’s series about a superhero turned mayor of New York. The story jumps between different timelines, from Mitchell Hundred’s childhood to his superhero genesis and the beginning of his term of office. Vaughan’s scifi political thriller gripped me from the start, as was to be expected. The rest of the series has been ordered and I’m sure I’ll give you an update on it soon.

 

Sex Criminals

English (original) version below

sex-criminals-vol-01-releasesEin wunderbarer Comic (ich habe Band 1 und 2 gelesen, veröffentlicht von Image 2014 und 2015) von Matt Fraction und Chip Zdarsky über eine aufkeimende Beziehung mit ihren üblichen – und ein paar sehr unüblichen – Problemen. Unsere beiden Helden haben eine … interessante ‚Superkraft‘: Die Zeit bleibt stehen, buchstäblich, wenn sie einen Orgasmus haben. Und wozu nutzt man am besten so eine Kraft? Um eine Bank auszurauben – natürlich nur für den guten Zweck. Doch schon bald ist ihnen die Sex-Polizei auf den Fersen. Sehr empfehlenswert, allein schon für die entspannte und positive Darstellung von Sex und einige sehr coole Durchbrechungen der vierten Wand. Natürlich erst ab 18.

Sex Criminals

sexcriminals_tp_02A wonderful comic (I read Volumes 1 and 2, published by Image in 2014 and 2015) by Matt Fraction and Chip Zdarsky about a budding relationship, with some of the usual, some quite unusual problems. Our two heroes have an … interesting ‘superpower’: Time stands still, literally, when they orgasm. And to what purpose to best use that power? Robbing a bank – all for the right reasons, of course. They however soon find out that the sex police is out to get them. Highly recommended for the comic’s relaxed and positive portrayal of sex and some very cool fourth wall breaches. Only for those 18+, of course.

Danke für den Fehlkauf

English version below

XMENSEASONONE_121Ich habe bei der Comic Con in London eine Internetbekanntschaft getroffen, zum ersten Mal. Und sie hatte gleich was für mich dabei: X-Men Season One. Sie hatte den Comic bestellt, allerdings wies nichts auf dem Einband darauf hin, dass es sich hier um die deutsche Version handelt (Panini, 2012). Da kam der Besuch aus Deutschland gerade recht.

Bei der Geschichte handelt es sich um einen Relaunch der X-Men Serie. Es geht um die erste Zeit von Jean Grey im Internat für Hochbegabte bei Prof. Xavier. Das Ganze ist wunderschön bebildert von Jamie McKelvie, allerdings fühlt man sich etwas zu schnell durch die Geschichte, erdacht von Dennis Hopeless, gehetzt. Ein paar mehr Bände für die gleiche Storyline und es wäre ein perfekter neuer Einstieg in die Welt der Mutanten.

Thanks for the wrong purchase

I met someone at London Comic Con who I only knew over the Internet. And she brought a gift: X-Men Season One. She had ordered the comic, which gave no indication on its cover that this was actually the German version (Panini, 2012). So the visitor from Germany came just at the right time.

The story is a relaunch of the X-Men series. It deals with Jean Grey’s first steps at Prof. Xavier’s Institute for Higher Learning. The whole thing is illustrated beautifully by Jamie McKelvie, but the story itself, written by Dennis Hopeless, seems rushed. A few more volumes for the same storyline and this could have been a perfect new introduction to the world of mutants.

Freitag in London: Comic Con

English (original) version below

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Die beste Kunst und die besten Leute gab es hier / The best art and best people to be found here

London Comic Con war nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Es gab nur wenige Panels, oder überhaupt irgendwelches Programm. Alle anderen Cons, die ich bisher besucht habe, waren so überfüllt mit Aktivitäten drumherum, dass man sich gerne geklont hätte. Hier besucht man allem voran einen kommerziellen Event. Man kann sehr viel Geld für Merchandise und Kunst ausgeben. Ich würde fast sagen, der Eintritt (den ich glücklicherweise nicht zahlen musste) lohnt nicht – wenn da nicht die vielen Menschen in wundervollem und fantasiereichem Cosplay wären, die durch die Halle wandeln. Am Freitag hinzugehen war eine sehr gute Entscheidung, denn da konnte man sich alles in Ruhe anschauen, während die Halle am Samstag einfach nur zum Bersten voll war.

Am Abend war ich zu einer Einweihungsparty in West Kensington eingeladen. Und was für eine wunderbare Wohnung! Ich war total beeindruckt, vor allem von der Lampe im Wohnzimmer.

Friday in London: Comic Con

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Die beste Lampe gab es in West Kensington / The best lamp was found in West Kensington

London Comic Con was not what I imagined it to be. There were hardly any panels, or any sort of program to attend for that matter. All other cons I’ve visited were so brim full with activities around the event that you wanted to clone yourself. This here is first and foremost a commercial event. You can spend a lot of money on merchandise and artwork here. I’d be tempted to say it’s not really worth paying the entry for (which I fortunately didn’t have to) – if it weren’t for the masses of people in wonderful and imaginative cosplay that were walking through the aisles. Going there Friday was a wise decision as you actually got to see stuff, while the hall was simply packed on Saturday.

In the evening, I was invited to a housewarming party in West Kensington. And what a wonderful flat they found! I was totally impressed, especially be the lamp in the living room.

The Walking Dead

MAR092419_362_564_s_c1Ich habe mir nun endlich, auf diverse Empfehlungen hin, The Walking Dead reingezogen. Als Comic, nicht als Fernsehserie. Also, Kompendium 1 und 2, erschienen bei Image. Und was soll ich sagen? Ganz gute Unterhaltung, aber lange nicht so super, wie ich es von den Empfehlungen her erwartet hätte.

Ja gut, die Abwärtsspirale in einer sich auflösenden Gesellschaft wird prima dargestellt. Der Horror sind die anderen Menschen, nicht die Zombies, alles klar. Trotzdem packt mich die Geschichte nicht so ganz. Vielleicht bin ich zu naiv. Oder zu Europäisch.

Ich kann die Handlungen der meisten Charaktere nicht nachvollziehen. Ja, das ist alles schlimm und furchtbar, und der Überlebensinstinkt setzt in einer solchen Situation ein und man kümmert sich gerne erst mal um sich selbst oder die ganz Nahestehenden. Trotzdem bezweifle ich jetzt einfach mal, ganz naiv, dass so viele Menschen in meiner Umgebung solch asoziale Psychopathen werden würden. Trauma hin oder her. Vielleicht ist das tatsächlich ein kulturelles Ding. Wir haben ja auch kein Gewehr unterm Kopfkissen. Wahrscheinlich müssten wir uns über die Nachwehen der Zombie-Apokalypse also sowieso keine Gedanken machen. Wir sind dann eh alle auf der anderen Seite.

The Walking Dead

TWD_Compendium_Vol2-web_362_557_s_c1So, following several recommendations, I finally tackled The Walking Dead. The comic, not the TV series. I read Compendium One and Two, published by Image. And what can I say? Good entertainment but not as fantastic as I’d expected from the recommendations.

Yeah, ok, the downward spiral in a dissolving society is shown nicely enough. The horror is other people, not the zombies, all clear. Still, the story doesn’t totally hook me. Maybe I am too naïve. Or too European.

I simply cannot comprehend the actions of most characters. Yes, it’s all dire and awful, and the survival instinct will kick in in such situations and you’ll care about yourself and those closest to you first and foremost. Yet I doubt, totally naively, that so many people in my vicinity would become such anti-social psychopaths. No matter the trauma. Maybe this is actually a cultural thing. We don’t sleep with shotguns underneath our pillows after all. We will probably not even have to think about the aftermath of a zombie apocalypse. We’ll all be on the other side anyway.