Revolution!

English (original) version below

ironIn China Miévilles drittem Band aus dem Bas Lag Universum, Iron Council – meine Ausgabe 2011 bei Pan erschienen – ist es endlich soweit: die Revolution ist da! Der eiserne Rat macht sich als großer Hoffnungsgeber der Revoluzzer auf den Weg zurück nach New Crobuzon – nur um sich im letzten Augenblick einer viel größeren Bedrohung (als die der herrschenden Klassen) für die Stadt entgegenzustellen.

Miéville ist einer meiner Lieblingsautoren, weil er es schafft total seltsame und schräge fantastische Charaktere glaubhaft darzustellen, politische und soziale Themen in seinen Romanen anspricht und mir dabei neue (englische) Vokabeln beibringt. So habe ich in diesem Buch zum Beispiel gelernt, was spillikins oder eine arbalest sind.

Revolution!

In China Miéville’s third volume in the Bas Lag universe, Iron Council – my edition published 2011 by Pan – the revolution finally has arrived! The Iron Council is making its way back to New Crobuzon, carrying high hopes for the revolutionaries, just to have to face an even bigger threat (than the ruling class) to the city at the last moment.

Miéville is one of my favourite authors because he manages to create totally strange fantastic characters that are nevertheless believable, tackles political and social issues in his novels and can still teach me new (English) words. In this book I learned about spillikins and arbalests, for example.

Rundgang durch Herbstein

Modell der Stadt inklusive heidnischer Kultstätte

Modell von Herbstein, mit heidnischer Kultstätte (der Hügel rechts) und der vom Großbrand 1907 zerstörten Gebäude (links oben)

Im Oktober war ich mit dem Tolkien Stammtisch im Vogelsberg in Herbstein unterwegs. Eine Stadtführung brachte uns an jede Menge interessante Orte. Da die Stadt an der deutschen Märchenstraße liegt, sprachen wir beim Abendessen über  „Über Märchen“, Tolkiens bekannteste akademische Veröffentlichung zur Fantasy.

München, 1865

…ist das Setting von Ju Honischs Obsidianherz aus dem Feder & Schwert Verlag.

obsidianEs ist noch gar nicht so lange her, da habe ich mich so gut wie gar nicht an Fantasy rangetraut. Weil nichts so gut sein kann wie Tolkien, dachte ich. Dann haben mich Autoren wie Neil Gaiman, Terry Pratchett, Patrick Rothfuß oder China Miéville eines besseren belehrt. Keiner der Autoren wird jemals Tolkien den Platz in meinem Leben als erster Türöffner in magische Welten und Vermittler von Freundschaften in der Realwelt streitig machen, selbst wenn mir einige der neueren Geschichten eigentlich sogar besser gefallen.

Und dann ist es noch nicht wirklich lange her, da habe ich fast ausschließlich englischsprachige Literatur gelesen. So hatte es Ju Honisch gar nicht leicht, überhaupt erst auf meinen Radar zu kommen – und dann auch noch für gut befunden zu werden. Das Obsidianherz, Fantasy/gothic novel/Steampunk, war so spannend, dass ich die 816 Seiten in nur drei Tagen durch hatte. Vielleicht war die eigentlich taffe Hauptdarstellerin Corrisande am Ende doch ein bisschen zu viel damsel in distress, was aber durch das Setting und die jugendliche Unerfahrenheit völlig legitim begründbar ist. Ich bin also gespannt auf die Salzträume.