Die Zukunft des Schicksalsbergs

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Gestern haben wir uns auf einer Tour rund um den Hoherodskopf die Zukunft des Schicksalsbergs angeschaut. Mit dem Tolkien Stammtisch Vogelsberg, seit neustem auch unter dem Namen Filig’rain bekannt, ging es zum zweiten Mal auf den Höhenrundweg. Diesmal allerdings mit Naturparkführerin und Stammtischmitglied Andrea, die uns auf einer Einführungstour endlich die Grundlagen über den Vogelsberg vermittelt hat. Jetzt wissen wir genau, auf welcher Art Vulkan wir da tanzen, äh, wandern.

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Beim Abendessen im Schöttener Wirtshaus schauten wir in Karen Wynn Fonstads Atlas von Mittelerde – und da vor allem natürlich auf die Seiten zum Schicksalsberg. Die Ähnlichkeit des Kartenmaterials zum Vulkan, aber auch zu Wetterphänomenen oder Wasserscheiden war frappierend … Die Zukunft des Schicksalsbergs sieht also alles andere als düster aus.

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Vom Hoherodskopf nach Hause

… bin ich letztens mal fast gelaufen. Das ganze fing mit einer wilden Verfolgungsjagd an. Wir wollten mit dem Vulkan-Express hoch auf den Berg fahren. Dazu sind wir mit dem Auto nach Fischborn gefahren, wo die nächstbeste Haltestelle zu finden ist. In der Riedstraße, direkt parallel zur Hauptdurchgangstraße, warteten wir also geduldig auf den Bus, der zwar pünktlich kam, dann aber auf der Hauptstraße an uns vorbeirauschte. Er war gar nicht in die Parallelstraße zu seiner eigentlichen Haltestelle abgebogen.

Nach kurzer Beratung stieg das Wanderteam ins Auto und wir lieferten uns eine Verfolgungsjagd mit dem Bus bis zur nächsten Haltestelle in Hartmannshain. Kurz vorm Ort konnten wir überholen und dann das Auto zum Glück direkt neben der Haltestelle auf dem Parkplatz abstellen. Der Tag begann also schon mal vielversprechend aufregend. Auch in der Freizeit kann man offensichtlich Pendel-Abenteuer erleben.

Vom Hoherodskopf aus sind wir dann dem Lahn-Kinzig Fernwanderweg gefolgt. Vor dem Taufstein war die Markierung leider nicht wirklich eindeutig, so dass wir erst mal kurz in die falsche Richtung gelaufen sind (auf jeden Fall bis zum Bismarckturm laufen, nicht vorher links abbiegen). Aber so ein Umweg birgt ja auch seine Reize… Wieder auf dem richtigen Wege gab es einige total überwucherte Streckenabschnitte durch den Wald. An der Herchenhainer Höhe genossen wir den tollen Ausblick ins Tal bei einer längeren Rast und staunten nicht schlecht über das verwunschene Denkmal für die in den Weltkriegen gefallenen Wanderer mitten im Wald. Die Bonifatiuskanzel, eine Basaltformation von der aus der Heilige natürlich damals gepredigt hat, ist auch schön anzusehen. Am Ende war ich tatsächlich ganz froh, dass ich nicht bis nach Fischborn zurück müsste. Ich bin ja noch ganz am Anfang mit meiner Wanderer-Karriere.

Länge: ca. 14km, Schwierigkeitsgrad: leicht

Bilder von mir und der wunderbaren mrsbananabrain.

Missglückte Ringzerstörung auf dem Vulkan

Ich war mal wieder mit den Leuten vom Tolkien-Stammtisch im Vogelsberg unterwegs. Genauer gesagt auf dem Hoherodskopf. Dort ging es, elbengleich, von Flet zu Flet auf dem Baumwipfelpfad, in Waldläufermanier weiter auf dem Höhenrundweg und schlussendlich schlemmten wir wie die Hobbits in der Hoherodskopfklause.

Dabei haben wir versucht (den?) einen Ring zu zerstören. Wir dachten, dass wir das besser gemacht hätten als Frodo & Co. Immerhin hatten wir zu Neunt gesund und munter den Vulkan erreicht. Der wollte den hingeworfenen Ring allerdings nicht schlucken. Ich glaube, wir haben das günstige Zeitfenster verpasst. Vielleicht klappt es, wenn Wotan, Donar und Ziu* mal wieder den Geiselstein öffnen. Nebenbei können wir dann auch gleich den Goldschatz absahnen.

Bei der Rast an der Nidda-Quelle, sprachen wir über Tolkien und Ökologie, vor allem darüber, wie einige Umweltschutzbewegungen sein Werk kreativ für Proteste nutzen. Ich fasste dabei die entsprechende Stelle aus Eike Kehrs Natur und Kultur in J.R.R. Tolkiens The Lord of the Rings (Studien zur anglistischen Literatur- und Sprachwissenschaft, Band 35, Trier: WVT, 2011) zusammen. Spannend waren auch die vielen Beispiele, in denen Vorkommnisse und Orte aus Tolkiens Welt mit der Realität verglichen werden. Die Gebiete, in denen Teersande in Kanada verarbeitet werden, werden zum Beispiel sehr oft als Mordor bezeichnet.

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Wer auch so einen fantastischen Tag erleben möchte, und mehr Informationen zum Tolkien-Stammtisch im Vogelsberg (oder zu einem an einem dem Leser möglicherweise noch näheren Ort) haben möchte, der schaut am besten einfach im entsprechenden Forum der Deutschen Tolkien Gesellschaft vorbei.

*Der uns bei der Wanderung unbekannte ist übrigens Tyr, Gott des Kampfes und des Sieges.