Abstieg in den Regen in Steinau an der Straße

Wenn man in diesen Tagen vom Vogelsberg in das Kinzigtal hinabsteigt, kommt man aus verschneiter Winterlandschaft in den Regen. So auch an einem Tag im späten November. Mein Spaziergang durch Steinau an der Straße begann im Industriegebiet West. Vorbei am architektonisch ansprechenden Dreiturmwerk, ging es durch die Bahnhofsunterführung runter in die wunderschöne Altstadt. Am Untertor war noch ein bisschen Betrieb, da war ich ganz angetan von den kleinen Geschäftchen rechts und links. Leider gehen die dann hinter dem Brüder-Grimm-Haus und dem Schloss irgendwie aus. Dort hat der wachsende Leerstand in Kleinstädten schwer um sich gegriffen. Umso mehr freut es mich, dass wenigsten in der Alten Apotheke das Leben so langsam wieder Einzug hält – in Form eines Literaturcafés. Neben dem Bummel durch die Stadt, habe ich das Schloss besucht. Davon gibt es demnächst einen separaten Bericht und Bilder.

Advertisements

Lake District XXI: Whitehaven

Zeugnis alten Glanzes / Remains of former glory

Etwas heruntergekommener Charme gepaart mit schönen Dingen auf dem Pflaster – so präsentiert sich Whitehaven. An unserem Ausflugstag in die Küstenstadt hat es geregnet; ich bin mir sicher bei Sonnenschein sieht das alles gleich ein bisschen freundlicher aus. Wir haben zwei Museen besucht: The Beacon (Regionalmuseum) und The Rum Story (über die Geschichte des Rums). Die wärmste Empfehlung gibt es allerdings für Michael Moons Antiquariat. Man sollte Zeit für die Expedition in den L-Space mitbringen – und für ein nettes Gespräch mit Michael.

Lake District XXI: Whitehaven

A bit of derelict charme paired with beautiful ornaments on the pavement – that is how Whitehaven presented itself. It rained while we were there, and I’m sure it all looks a lot more welcoming in the sunshine. We visited two museums: The Beacon and The Rum Story. The warmest recommendation comes for Michael Moon’s Bookshop, though. You should bring along some time for an expedition into L-space – and for a wide-ranging chat with Michael.

Lake District XIX: Ennerdale Water

Crag Fell

An einem der wettermäßig eher durchwachsenen Tag im letzten Urlaub im Lake District, sind wir um das Ennerdale Water gelaufen. Wir sind bei ziemlich guten Verhältnissen losgegangen, sogar mit dem ein oder anderen Sonnenstrahl, aber als wir Angler’s Crag erreichten – das einzige etwas schwierige Stück, auf dem man etwas klettern muss – hat es angefangen zu Regen. Aber egal, im Lake District ist es immer schön. Wir waren nur froh, dass wir nicht dem Vampirhund von Ennerdale begegnet sind!

Lake District XIX: Ennerdale Water

Ennerdale Water

On one of the days with a mixed weather forecast on our last holiday in the Lake District, we walked once around Ennerdale Water. We started in fairly good conditions, including the occasional burst of sunshine, but by the time we reached Angler’s Crag – the only challenging bit of the way with a bit of easy scrambling – it had started to pour down on us. But who cares, it’s always beautiful up in the Lake District. We were just happy we didn’t meet the Vampire Dog of Ennerdale!

 

Lake District Live XV: Stanley Ghyll Force

Esk

Wegen Regen ging es heute nur auf eine kleine Tour, bei der uns zusätzlich tropisch anmutende Vegetation von oben schützte. Wir machten uns auf den Weg vom Bahnhof Dalegarth, erst entlang des Esk Flusses, dann den Stanley Ghyll hinauf bis zum spektakulären Wasserfall.

Lake District Live XV: Stanley Ghyll Force

Beginn des Wasserfalls / Top of the Waterfall

Due to rain we only embarked on a short tour, on which what seemed like tropical vegetation gave us additional shelter from above. We made our way from Dalegarth station, first along the Esk river, then up Stanley Ghyll towards the spectacular waterfall.

Bilder von / Pictures by mrs.bananabrain and me.

 

Lake District Live III: Tarn Hows

P1130265

Tarn Hows

Heute ging es von Coniston über den ehemaligen Estate von James Garth Marshall: Tarn Hows. Zum Glück hat der Großindustrielle damals sehr viele Bäume gepflanzt. Da konnte man sich ein bisschen vor den Schauern verstecken. Aber selbst die haben ihren Charme hier im Lake District.

Bilder sind von mrs.bananabrain, Anke und mir.

Lake District Live III: Tarn Hows

IMG_9071

Money Tree

Today we hiked from Coniston over James Garth Marshall’s former estate: Tarn Hows. Luckily, the industrialist planted a lot of trees at the time. We thus managed to hide a little from the rain showers – but even these have their own charm here in the Lake District.

Pictures are by mrs.bananabrain, Anke and me.

Wenn die Luft im gestrandeten Wal knapp wird

flashDie Gewitterwolken werden immer dunkler, changieren von dunkelgrau, über dunkellila hin zu einem dichten schwarz. Ein Blitz nach dem anderen zuckt vom Himmel. Plötzlich sind alle Lichter aus, die Klimaanlage stellt ihren Dienst ein, der Zug gibt keinen Mucks mehr von sich. Wir sind mit unserem RE 50-Wal zwischen Offenbach und Hanau gestrandet.

Die Lautsprecher funktionieren noch. „Wegen eines Blitzeinschlags verzögert sich die Weiterfahrt auf unbestimmte Zeit.“ Für diese Entschuldigung habe ich vollstes Verständnis. Wir bekommen kurz darauf sogar weitere Details geliefert: „Wegen einem Blitzeinschlag im Bahnhof Hanau verzögert sich die Weiterfahrt – auf unbestimmte Zeit halt.“ Ja, so halt.

Einerseits fühle ich mich in unserem Metall-Leviathan ganz gut aufgehoben im Moment, denn so eine hohe Blitzfrequenz habe ich noch nie vorher gesehen. Leider gibt es im toten Monstrum aber keine Frischluftzufuhr mehr. Die Luft wird schwül-warm und zusehends dünner. Der Zug wird vom Wind durchgerüttelt. Die apokalyptischen Regenfälle und der Hagel machen das Durchatmen nicht leichter.

Eine S-Bahn zieht als erster Hoffnungsschimmer aus Richtung Hanau an uns vorbei. Kurz darauf gibt es wieder Strom und frische Luft. „Wir fahren jetzt erst mal bis zum nächsten Signal. Dahinter ist noch alles ohne Strom wegen Kurzschluss. Mehr weiß ich auch nicht.“ Ein sehr auskunftsfreudiger Zugführer heute. Wir kommen irgendwann in Hanau an. Weitere Durchsagen informieren uns, dass die Oberleitung auf der Strecke irgendwo runtergekommen ist. Nach und nach weitere Berichte von Blitzeinschlägen im Stellwerk Hanau und in Haitz Höchst. Der Tunnel in Schlüchtern ist geschlossen. Diverse Sturmschäden, gefallene Bäume, Hagelschäden. Eine Heimfahrt, die man nicht so schnell vergisst.

Ich schaffe es dank Abholung mit PKW gegen 22 Uhr an dem Tag, dem 24. August 2011, nach Hause zu kommen.

 

 

Lake District II: Kendal

English (original) version below

Wir hatten Regen im Lake District. Das ist nicht ungewöhnlich. Dass wir nur einen Regentag hatten, das ist nicht ganz normal. Einmal sind wir also auf Plan B umgestiegen: ab ins Museum. Ins Museum of Lakeland Life & Industry in Kendal, um genau zu sein.

Dort gibt es genau das zu sehen, was der Titel verspricht. Ein Highlight sind die tollen Fotos von Joseph Hardman, der das Leben und Arbeiten im Lake District zwischen 1930 und 1960 dokumentierte. Man lernt etwas über Schafe, Bergbau, Spulen, Arts & Crafts und die Herstellung des berühmten Kendal Mint Cake – ohne den Edmund Hillary den Mount Everest sicher nicht bezwungen hätte.

Lake District II: Kendal

We had rain in the Lake District – which is not uncommon. That we only had one day of rain isn’t quite the norm. So once we had to revert to plan B: a visit to the museum. The Museum of Lakeland Life & Industry in Kendal, to be precise.

You’ll get exactly what the title promises. One of the highlights are the wonderful photos by Joseph Hardman, who documented life and work in the Lake District between 1930 and 1960. You will learn more about sheep, mining, bobbins, Arts & Crafts and the manufacture of the famous Kendal Mint Cake – without which Edmund Hillary never would have vanquished Mount Everest.