Von Mythen und Bäumen im Vogelsberg

P1140420

Was wie ein gieriges Drachenauge ausschaut, ist ein Loch im Teufelstisch.

Vorletztes Wochenende war ich mit dem Tolkien Stammtisch Vogelsberg auf mythischen Pfaden durch den Wald unterwegs. Von Ilbeshausen-Hochwaldhausen ging es hinein in den Oberwald. Stammtischmitglied und Naturparkführerin Ulrike erzählte uns nicht nur, wie der Vogelsberg, der Teufelstisch und die Uhu-Klippen der Sage nach zu ihrem Namen kamen, sondern brachte uns auch diverse Mythen über Eiche, Linde und Esche näher. Dazu gab es natürlich Details zur Weltenesche Yggdrasil, über die man schnell zu Tolkien kam. Ich erzählte dann etwas zu Tolkiens Liebe zu Bäumen und wie die sich in seinem Leben und seinen Werken bemerkbar machte. Im Schwarzbachtal ließen wir uns von den Eindrücken und Geräuschen im Wald verzaubern und spielten menschliche Kamera. Trotz einiger Schauer ein wunderbar fantastischer Ausflug!

P1140428

Als dann noch auf dem Weg ein Blatt wie von Geisterhand geführt langsam vor uns herschwebte war klar, dass diese Tour nicht noch fantastischer werden kann.

Bilder von mrs.bananabrain und mir.

Die Zukunft des Schicksalsbergs

20160626_173309[1]

Gestern haben wir uns auf einer Tour rund um den Hoherodskopf die Zukunft des Schicksalsbergs angeschaut. Mit dem Tolkien Stammtisch Vogelsberg, seit neustem auch unter dem Namen Filig’rain bekannt, ging es zum zweiten Mal auf den Höhenrundweg. Diesmal allerdings mit Naturparkführerin und Stammtischmitglied Andrea, die uns auf einer Einführungstour endlich die Grundlagen über den Vogelsberg vermittelt hat. Jetzt wissen wir genau, auf welcher Art Vulkan wir da tanzen, äh, wandern.

20160626_204238[1]20160626_143939[1]

Beim Abendessen im Schöttener Wirtshaus schauten wir in Karen Wynn Fonstads Atlas von Mittelerde – und da vor allem natürlich auf die Seiten zum Schicksalsberg. Die Ähnlichkeit des Kartenmaterials zum Vulkan, aber auch zu Wetterphänomenen oder Wasserscheiden war frappierend … Die Zukunft des Schicksalsbergs sieht also alles andere als düster aus.

Die Weidmühle in Eschenrod

P1120359Im April ging es mit dem Tolkien-Stammtisch im Vogelsberg zu einer Führung durch die historische Weidmühle nach Eschenrod. Dort gab es nicht nur Spannendes über das alte Handwerk zu erfahren, Familie Kuss schuf für uns außerdem einen wunderbaren Ort – mit fantastisch leckerem Kuchen und heißem Kaffee an einem kühlen Frühlingstag – für unsere Diskussion zum Thema Tolkien und Anti-/Feminismus.

 

Sagenhaftes Schächerbachtal

Fast ein Jahr ist es her, da bin ich durch das sagenhafte Schächerbachtal in der Nähe von Homberg/Ohm gewandert. Mal wieder eine der tollen Extratouren im Vogelsberg.

Los geht es am Stadthallen-Parkplatz in Homberg, dann durch teils wunderschöne Gärten (Vive la France!), an einer alten Bahnbrücke und Rennstrecke vorbei, zu den ersten Mühlen – von denen es auf der Strecke so einige gibt. Ein cooler Waldspielplatz liegt am Wegesrand (im Gegensatz zu dem in Eschenrod) und jede Menge verwunschene Orte an Seen und Gewässern, samt Infotafeln mit den teils blutrünstigen Sagen. Besser man ist hier keine Jungfrau. Oder Esel.

Nach der Tour, übrigens mit dem Tolkien-Stammtisch Vogelsberg begangen, gab es leckeres Essen in der Hainmühle. Und noch einen Rundgang durch die Stadt, die auch einen Besuch wert ist.

9 km, 130 Höhenmeter, Schwierigkeitsgrad: leicht

Weitere Impressionen von der Tour gibt es übrigens auch bei der Vogelsbergerin.