Wir bitten um ihre Mithilfe

Türstörung

Türstörung

Frag nicht, was die Deutsche Bahn für dich tun kann. Sie fragt dich, was du für sie tun kannst:

„Wir haben eine Türstörung. Ich habe die Türen links alle noch mal freigegeben. Ich möchte sie nun bitten, die Türen links alle noch mal zu öffnen.“

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Historische Durchsagensammlung III

14.03.13 – Die spannende englische Übersetzung einer 0-8-15 Durchsage. Immer diese lästigen Leute im Zug aber auch.

800px-Anzeigetafel_VerspätungTrain XYZ is delayed today by five minutes due to people on the train.

11.06.2013 – Nicht für uns bestimmt:

Durchsage an das Zugpersonal: TA 240 in Ordnung.

Bei Google ist der erste Hit für TA 240 ein Toaster. Eine Minute später:

Personal, bitte Verbindung zum Zugführer aufnehmen.

Und noch ein paar Minuten später, endlich die Durchsage für das gemeine Pendlervolk:

Wegen einer Türstörung haben wir im Moment zwölf Minuten Verspätung.

Teil I Teil II

Bild:  Anzeigetafel Verspätung von Sebastian Terfloth (CC BY-SA 2.5)

Historische Durchsagensammlung II

Weiter geht es mit meiner Sammlung historischer Zugdurchsagen.

09.09.11 – Beim ersten Hören macht es wenig Sinn, aber mit ein bisschen Fantasie, wird eine schlüssige Geschichte draus:

Bahnhof 1

Blick in den Himmel vom Flughafen Fernbahnhof

Wegen eines Triebwerkschadens hält ICE XYZ heute nicht in Frankfurt Flughafen Fernbahnhof. Der Zug hält außerplanmäßig an Frankfurt Flughafen Regionalbahnhof.

 

16.12.11 – Wir hören dich prima:

Wir können jetzt losfahren; sind jetzt beide auf dem Zug drauf. Lokführer, hörst du mich?

17.02.12 – Einfach kann ja jeder:

Wegen einer extrem komplexen Türstörung haben wir 40 Minuten Verspätung.

24.02.12 – Klingt, als wäre da jemand mit der Betriebsleitung nicht ganz d‘accord:

Wegen einem weiteren betrieblichen Befehl haben wir nun zehn Minuten Verspätung.

30.05.12 – Wer hat da eigentlich das Mikrofon gekapert?

Herr Zugführer, bitte mal in den ersten Wagen kommen. Da ist jemand in der Toilette eingesperrt.

Historische Durchsagensammlung I

Wie bereits erwähnt, schmökere ich gerade in alten Tagebüchern. Die habe ich oft im Zug beim Pendeln geschrieben. Und da habe ich tatsächlich schon interessante Durchsagen und Erlebnisse gesammelt, bevor ich überhaupt die Idee zu meinem Blog hatte. Hier die ersten fünf aus der historischen Sammlung:

12.01.11 – Eine panische Stimme aus dem Lautsprecher:

Zugführer sofort anhalten! Wir haben eine offene Tür!

12.01.11 – Etwas später während der gleichen Fahrt, in Frankfurt Süd:

Wir überprüfen die Türen. Dabei werden sie geschlossen gehalten.

31.03.11 – Super Information:

Die Bremsen funktionieren.

07.04.11 – Eine total normale Durchsage – wenn sie nicht während voller Fahrt gekommen wäre:

Bitte von den Türen zurückbleiben.

27.04.11 – Wir stehen am Hauptbahnhof Frankfurt, hätten schon vor 10 Minuten losfahren sollen:

Frau Antonia Z[.], bitte mal auf dem Bahnsteig melden. Es sind zwei Personen für sie da.

Goldene_Kamera_2012_-_Kai_PflaumeMeine Phantasie geht bei sowas ja immer mit mir durch. Haben wir deshalb Verspätung? Ist die Frau gefährlich? Oder steht da draußen Kai Pflaume mit zwei lang verschollenen Familienmitgliedern?

Bild: Kai Pflaume von JCS (CC BY-SA 3.0)

“Hier spricht ihr Lokführer”

Edgar_Wallace_c1900

Edgar Wallace (RAMC Muniment Collection, CC BY 4.0)

Eine wiederkehrende Rubrik in diesem Blog werden interessante Zugdurchsagen sein. Eine vor kurzem Gehörte begann mit: „Hier spricht ihr Lokführer.“ Das ist schon mal außergewöhnlich. So fängt keine Durchsage an. Ich denke sofort an Edgar Wallace. Haben wir einen Mörder an Bord? Nein, die heutige Geschichte ist kein Thriller.

„Wir hatten eine Türstörung.“ Alles klar, nichts Besonderes. Wie es dann weitergeht allerdings schon: „Ich wollte etwas ausprobieren, bevor der Zug anfährt, deshalb konnten sie die Türen eben nicht öffnen.“ Kurze Pause. „Ja, es hat funktioniert, deshalb sind wir nur mit geringer Verspätung losgefahren.“ Das Abteil bricht spontan in Applaus aus.

Und weil es der erste Beitrag in der Kategorie ist noch eine Anmerkung: Ich liebe das Bahnfahren! Die widrigsten Widrigkeiten der Bahn sind das Paradies gegenüber dem Wahnsinn auf den Straßen. Außerdem kann man beim Autofahren so schlecht nebenbei lesen.