In der Hitze von Oxford

…habe ich im Sommer einen brandneuen Buchladen entdeckt. Auf dem Weg zu einem Treffen mit einem Dutzend Internetbekanntschaften, von denen ich vorher noch keinen persönlich getroffen hatte, lag er da plötzlich linker Hand, auf der Walton Street. Die Regale waren noch nicht überall fertig eingeräumt, es standen noch jede Menge Kisten herum. Und zu diesem chaotischen Beginn, gab es erst mal zwei Bücher für £5,00.

isbn9781473206717-detailPhilip K. Dicks A Scanner Darkly, 1999 in der SF Masterworks-Reihe von Gollancz neu aufgelegt, ist mir gleich ins Auge gesprungen. Wegen „Blade Runner“, natürlich. Im ‚dunklen Schirm‘ (so der deutsche Titel) geht es um Überwachungsstaat und Drogenprobleme in einer amerikanischen Zukunftsvision. Klingt als Thema ganz aktuell, aber die Form der Überwachung, die sich Dick 1977 ausgedacht hat, wirkt heute doch etwas überaltert. Dafür hat die Degeneration des Ich-Erzählers nichts von ihrer Wirkung verloren.

Buch Nummer eins war also schnell ausgesucht; die Auswahl des Zweiten hat dann ein bisschen mehr Zeit in Anspruch genommen. Dazu später mehr. Zu meinem Treffen kam ich dann ein paar Minuten zu spät. Aber Bücher sind unter Tolkien-Fans – wer hätte es anders sein können – eine problemlos akzeptierte Entschuldigung.

In the heat of Oxford

…I found a brand new bookstore this summer. On my way to a meeting with a dozen people I only knew through the Internet and had never seen in real life before, it suddenly lay there on the left-hand side on Walton Street. The shelves had not been fully stacked yet, a lot of boxes were standing around. And in this chaotic beginning, two books were sold for £5.00.

I chose Philip K. Dick’s A Scanner Darkly, reissued in the SF Masterworks series by Gollancz in 1999, pretty quickly, mainly due to “Blade Runner”, of course. The novel deals with surveillance by the state and large-scale drug problems in a future vision of the US. The themes sound pretty topical but the form of surveillance Dick envisioned in 1977 seems a bit outdated today. The degeneration of the first person narrator, however, hasn’t lost any of its poignancy.

Book number one was thus quickly chosen; number two took a little more time. More on that one later. I was a little late for my meeting, by the way. But books are always a well-received apology among Tolkien fans – who else could they have been?

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Das Ashmolean hatte die passende Kleidung zu den Außentemperaturen / The Ashmolean displayed the right outfit for the temperatures

 

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Ein Gedanke zu “In der Hitze von Oxford

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